Barbara Bleisch, Andrea Büchler

Kinder wollen

Über Autonomie und Verantwortung
Cover: Kinder wollen
Carl Hanser Verlag, München 2020
ISBN 9783446265752
Gebunden, 304 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Kinder bekommen - was bedeutet das heute? Dieses Buch bietet Argumente für alle, die sich mit dem Kinderwunsch auseinandersetzen. Warum wollen wir überhaupt eigene Kinder? Dürfen wir entscheiden, welche Kinder wir bekommen und welche nicht? Ist es für Kinder irgendwann zu spät? Und welche Technologien dürfen wir nutzen auf dem Weg zum Wunschkind? Früher entschied das Schicksal, ob wir Kinder bekommen und welche Kinder wir bekommen. Heute ist es zunehmend steuerbar. Die Philosophin Barbara Bleisch und die Rechtswissenschaftlerin Andrea Büchler ergründen, wie weit unsere Autonomie bei der Reproduktion reicht und welche Verantwortung die neu gewonnene Freiheit mit sich bringt - für zukünftige Mütter und Väter, für unsere Kinder, aber auch für uns als Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2020

Kein Thema bleibt unberührt, kein Aspekt ausgelassen in diesem Kompendium zum Stand der Reproduktionsmedizin und der dazugehörigen Debatten, versichert Rezensentin Kerstin Maria Pahl: Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik, Abtreibung, Leihmutterschaft, alles behandeln die Autorinnen Barbara Bleisch und Andrea Blücher ausführlich und mit "argumentativer Gewissenhaftigkeit". Spannend findet die Rezensentin den Blick in die wissenschaftliche Zukunft, etwa auf die Gen-Schere, die künftig Baby editieren könnte. Weniger angetan ist sie von der erschöpfenden Darlegung vielfältiger Drittmeinungen, die der Leserin wenig Raum zum Selberdenken lassen. Mehr Mut zur Kontroverse hätte dem Buch auch gut getan, meint die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.05.2020

Rezensentin Susanne Billig empfiehlt das Buch der Ethikerin Barbara Bleisch und der Medizinrechtlerin Andrea Büchler über Fortpflanzungsmedizin heute als sachkundigen, umfassenden Überblick über die ethischen Fragen von Leihmutterschaft etc. Dass die Autorinnen die verschiedenen Perspektiven auf das Thema rechtsphilosophisch analysieren, ergibt laut Rezensentin einen anspruchsvollen, jedoch auch auf manch kritischen Aspekt (etwa über die Leihmutterdienste indischer Frauen) verzichtenden Text, der zu eigener Meinungsbildung einlädt.

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