Die Philosophie hat nicht das Unbekannte, sondern das Selbstverständliche und vielleicht allzu Vertraute zum Thema - um seine Fragwürdigkeit und Rätselhaftigkeit bewusst zu machen. Zum Selbstverständlichen in diesem Sinne gehört unsere Sprache. Ebenso liegt, wie Axel Hutter auf zeigt, das "Metaphysische" offen vor unseren Augen - dass wir in der Welt und in der Zeit leben, "ich" sagen und frei sind. Und doch sehen und verstehen wir es nicht. Dass Sprache und Metaphysik in ihrer jeweiligen Selbstverständlichkeit offen vor unseren Augen liegen, macht Philosophie möglich. Doch gerade weil sie so offensichtlich erscheinen und damit verborgen bleiben, wird Philosophie nötig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2025
Rezensent Uwe Justus Wenzel empfiehlt das Buch des Philosophen Axel Hutter als eine Art Einführung in die moderne Philosophie seit der sprachanalytischen Wende mit Frege, Russell und Wittgenstein. Der Autor wendet sich nicht nur ans Fachpublikum, sondern auch an interessierte Philosophie-Amateure, findet Wenzel, der besonders schätzt, dass Hutter sich über alltägliche Begriffe wie Welt, Zeit und Freiheit und natürlich über die Sprache dem Thema nähert. Über die Möglichkeit der Verständigung durch Sprache kommt Hutter zum Sinn und zur "Philosophie als Metaphysik", erklärt Wenzel. Zerredet wird dabei dankenswerterweise nichts, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.04.2025
Eine sehr gute Einführung in die moderne Philosophie legt Alex Hutter Michael Hesse zufolge hier vor. Genauer gesagt haben wir es mit einer Einführung in die moderne angelsächsische Philosophie zu tun, erläutert Hesse, der einen kursorischen Durchgang durch die wichtigsten Stationen des Buches unternimmt. Ausgangspunkt ist, lesen wir, das Denken Gottlob Freges, das Mathematik und philosophische Begriffsarbeit auf neue Weise zusammenbringt, weiterhin geht es um Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein, dessen "Tractatus" den Sinn und die Sprache an ihre Grenzen treiben. Schließlich kommt Hesse mit Hutter noch auf Peter F. Strawson zu sprechen, dessen Werk eine Brücke schlägt zwischen der angelsächsischen und der kontinentaleuropäischen - konkret: Kant - Philosophie. Das alles ist exzellent aufbereitet für alle Philosophieinteressierte, schließt Hesse.
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