Aristoteles

Metaphysik

Cover: Metaphysik
Königshausen und Neumann Verlag, Würzburg 2003
ISBN 9783826025556
Kartoniert, 595 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Übersetzt, mit einer Einleitung und Anmerkung versehen von Hans G. Zekl. Metaphysik sollte nach Einschätzung des Architekten dieser Disziplin, Aristoteles, die allem auf den Grund gehende Anstrengung der allgemeinsten Begriffe sein, aus denen her die konkrete Fülle des Seins sich entfaltet und mit denen es das Denken zu tun bekommt: Sein - Nichtsein - Einheit - Vielheit, Anfang, Ursache, Grund-Satz, Stoff, Form, Zweck, Veränderung, Seinsgeschlecht, Erscheinungsart, Identität - Differenz, Ganzes - Teil usw. Nicht nur, aber auch weil auf dem Gipfel des Aufstiegs zum Seinswesen für einen kurzen Moment Sein und Einheit sich im Göttlichen zusammenfinden, wurde die aristotelische Metaphysik zu einem Klassiker der Philosophiegeschichte. Hans Günter Zekl legt eine vollständige Neuübersetzung der Textversammlung vor. Voran geht eine ausführliche Einleitung, die eine Einordnung des Vorhabens dieser "Ersten Philosophie" in historische und systematische Zusammenhänge versucht, sowie eine detaillierte Übersicht über die komplexen Inhalte des Metaphysik-Konvoluts.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.12.2003

Albert von Schirnding lobt zunächst, dass dieses "Riesenunternehmen" einer Neuübersetzung eines der Grundtexte der europäischen Philosophie, "der an Schwerverständlichkeit und Überlieferungsproblematik seinesgleichen sucht", sich nicht "im Vakuum philologischer Selbstgenügsamkeit" angesiedelt habe, sondern sich als "Dienstleistung" am "metaphysischen Bedürfnis" des Menschen verstehe. Wie man erfährt, macht der Übersetzer Hans Günter Zekl in seiner umfangreichen Einleitung nämlich den "Abschied vom metaphysischen Denken" recht unumwunden mitverantwortlich für die seither geschehenen Gräuel "von Verdun bis My Lai". Weiterhin lobt der Rezensent, dass der Übersetzer uns auf unserem Gang zur Quelle der Metaphysik mit einem "gründlichen Kommentar" behilflich ist, mit "umfassenden Anmerkungen" sowie mit einer "relativ gut lesbaren Übersetzung"; wobei letzteres Lob erst so recht als solches erkennbar wird, wenn man von Schirndings Ergänzung hinzu nimmt: "relativ, weil keine Übersetzung über die Schwierigkeit des Originals hinwegtäuschen kann und darf".
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