Anne Carson

Dreizehn Blickwinkel auf Einige Worte

Thirteen Ways of Looking at a Short Talk
Cover: Dreizehn Blickwinkel auf Einige Worte
Wallstein Verlag, Göttingen 2020
ISBN 9783835336650
Gebunden, 52 Seiten, 13,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Anja Utler. Am 7. Juni 2020 wird die Berliner Rede zur Poesie von der 1950 in Toronto geborenen kanadischen Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Klassischen Philologin Anne Carson gehalten. Carson lehrte von 1980 bis 1987 an der McGill University, der University of Michigan und der Princeton University. Sie wird in Kanada und den USA als eine der wichtigsten Stimmen der Gegenwart gefeiert. In ihren Büchern vermischt sie die Formen von Poesie, Essay, Prosa, Kritik, Übersetzungen, dramatischem Dialog, Fiktion und Non-Fiction. Anne Carson wird sich in ihrer Rede intensiv mit den verschiedenen Formen von Poesie, Prosa und bildender Kunst auseinandersetzen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2020

Ganz hingerissen ist Rezensent Samir Sellami, dass nach Anne Carsons Langgedicht "Rot" nun gleich drei weitere Bücher der kanadischen Lyrikerin in großartiger deutscher Übersetzung von Marie Luise Knott (Irdischer Durst), Christina Dongowski (Der bittersüße Eros) und Anja Utler (Dreizehn Blickwinkel auf Einige Worte, Carsons Berliner Rede zur Poesie) vorliegen. Vergnügt macht sich der Kritiker mit der studierten Altphilologin auf zu einer Reise durch die antike Literaturgeschichte, bewundert, wie Carson etwa dem antiken Eros jede Romantik und "Schrulligkeit" austreibt und stattdessen ganz auf Lebensnähe setzt. Gelehrt und detailversessen erscheinen ihm die Texte - und sind dank Carsons Witz, mitunter Albernheit doch immer unterhaltsam zu lesen, versichert Sellami. Bei aller Frische der Lyrik würde sich der Rezensent allerdings wünschen, dass Carson dem "alten europoäischen Geist noch einmal so richtig die Handgelenke bricht".

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 22.07.2020

Rezensentin Astrid Nettling liest die Berliner Rede, die die kanadische Dichterin Anne Carson beim 21. Berliner Poesiefestival gehalten hat, mit Gewinn. Den zweisprachigen Band empfiehlt sie, weil die Autorin Wort-Horizonte verschiebt, Begriffe wie "Irrtum" hinterfragt und das Mangelhafte als Sensation entdeckt. Das kleine Buch verspricht laut Nettling atemberaubende Leseerfahrung und garantiert Kurzweiligkeit.

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