Die Ethik der Literatur

Deutsche Autoren der Gegenwart
Cover: Die Ethik der Literatur
Wallstein Verlag, Göttingen 2011
ISBN 9783835308657
Gebunden, 272 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Paul Lützeler und Jennifer M. Kapczynski. Seit ihren Anfängen ist die Literatur ein Medium, in dem unterschiedliche ethische Positionen gegeneinander gestellt oder verhandelt werden. In Opposition zu konservativen Poetiken seiner Zeit entwickelte Hermann Broch eine ethisch argumentierende Ästhetik, für die der Doppelaspekt von neuer Erkenntnis und neuer Form bezeichnend war. Das immer wieder anders gelagerte Zusammenspiel von Ethik und Ästhetik kann nur in Einzeluntersuchungen verdeutlicht werden. Um solche Detailstudien zur deutschen Gegenwartsliteratur geht es in diesem Band. Im Mittelpunkt stehen Werke von acht Autorinnen und Autoren: Durs Grünbein, Barbara Honigmann, Angela Krauß, Peter Schneider, Arnold Stadler, Yoko Tawada, Hans-Ulrich Treichel und Ulf Erdmann Ziegler. Sie steuern Poetikvorlesungen und Stellungnahmen bei, in denen sie den Spannungsbogen zwischen Ethik und Literatur skizzieren. Bei gleicher Fragestellung werden Werke dieser acht Schriftsteller von Kritikern und Germanisten analysiert und interpretiert. Mit Beiträgen von: Michael Braun, Heinrich Detering, Gregor Dotzauer, Gerald Early, Evelyn Finger, Ulrich Greiner, Ina Hartwig, Peter Hanenberg, Jennifer M. Kapczynski, Andrea Köhler, Suzuko Mousel Knott, Stephan Krass, Paul Michael Lützeler, Erin McGlothlin, Mark Rectanus und Hajo Steinert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2012

Der von Paul Michael Lützeler herausgegebene Band eröffnet Oliver Pfohlmann die ganze Vielfalt des Verhältnisses zwischen Ethik und Literatur. Allerdings hat Pfohlmann nicht so wahnsinnig Vielfältiges zu sagen über den Band. Das behandelte Verhältnis scheint ihm nach wie vor wichtig, nicht nur hinsichtlich des Umgangs mit Diktatoren, sondern vor allem, um Haltungen des Leser in Frage zu stellen. Acht Autoren, behandelt von je einem Germanisten und einem Kritiker - das ist die Vorgehensweise des Bandes, die Pfohlmann ehrlich findet und sympathisch, voilà.

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