Anne Franks Tagebuch hat Millionen Menschen bewegt; das Vermächtnis dieses außergewöhnlichen Mädchens zählt zu den meistgelesenen Büchern der Welt. Wie kaum eine andere Figur symbolisiert Anne Frank die Schrecken des Holocaust. In diesem Buch wird die erschütternde Geschichte von Anne Frank und ihren Angehörigen erstmals einem jüngeren Publikum nahegebracht. In einem gerade dank seiner Schlichtheit besonders ergreifenden Stil gelingt es Josephine Poole, dieses schwierige Geschichtskapitel für Grundschüler verständlich aufzubereiten. Belebt durch atmosphärische und wirklichkeitsnahe Illustrationen berichtet das Buch vom Schicksal der Untergetauchten und bietet einen ersten, stark emotional geprägten Zugang zum Thema Holocaust. Es ermöglicht so altersgerechte Gespräche über die dunkelste Zeit in der deutschen Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 17.11.2005
Mit reduzierten, angedeuteten Bildern in pastösem Farbauftrag mit viel Grau arbeitet das nur 38-seitige Buch von Josephine Poole, Angela Barret und Mirjam Pressler über die Familie von Anne Frank den Schrecken der Naziherrschaft heraus. Zwischen die Bilder mischen sich die zurückhaltenden Formulierungen von Mirjam Presslers Übersetzung des Textes. Die Atmosphäre, die dadurch entsteht, reißt einen "ganzen Kosmos der Furcht" auf, schaudert die Rezensentin Susanne Mayer. Demgegenüber stehen die Bilder von Otto Frank, Annes Vater, der als Hobbyfotograf das Glück des Familienalltags mit seiner Kamera festgehalten hat. "Für Juden brachen schlimme Zeiten an", heißt es im Buch und Mayer ist beeindruckt, was für einen ganzen Kosmos dieses Buch aufzureißen vermag.
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