Aus dem Russischen von Claudia Dathe. In der letzten Nacht vor der Aufnahme Litauens in den Schengenraum beschließen drei Paare den Aufbrich in ein neues Leben: Ein Paar zieht es nach London, eines geht nach Paris, das dritte bleibt im Balikum und versucht dort sein Glück mit einer originellen Geschäftsidee. Ob glänzende Metropole oder osteuropäische Provinz - die jungen Menschen möchten den europäischen Traum von einer besseren Zukunft zum Leben erwecken. Vom Leben in Europa erwarten sie sich mehr als Reisefreiheit und Telefonieren ohne Roaming-Gebühren. Aber kann Europa sein großes Versprechen von Freiheit und Miteinandern tatsächlich einlösen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2018
Rezensentin Wiebke Porombka scheint nicht ganz zufrieden mit Andrej Kurkows neuem Roman zu sein: Sie hatte sich von der Geschichte über drei Litauer Paare, die bei der Aufnahme ihrer Heimat in den Schengen-Raum beschließen, die Möglichkeiten eines unbegrenzten Europas zu nutzen und nach Paris, Italien und London zu ziehen, die glänzende, bisweilen wunderbar groteske Unterhaltung erwartet, die ihr Kurkows frühere Romane beschert haben. Aber leider blieb diese hier so gut wie aus, bedauert die Rezensentin, jegliches Potenzial bleibt ihrer Meinung nach im luftleeren Raum hängen und die absurden Wendungen sind allzu wenig abgefedert, meint sie. Vielleicht hätte der Autor versuchen sollen, weniger politisch zu sein, rät Porombka, denn so ist sein Buch kaum mehr als das plakative Scheitern naiver Neu-Europäer am grausamen Alt-Europa, findet sie.
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