Im Leben der 15-jährigen Juli ist alles geregelt. Auffallen ist gefährlich, wer der Norm nicht entspricht, wird verfolgt. Doch dann verschwindet Julis Mutter plötzlich spurlos und der Vater zittert vor Angst. Nach und nach kommt Juli hinter das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter ist eine der wenigen Pheen, die wegen ihrer besonderen Fähigkeiten in der Gesellschaft der totalen Normalität gefürchtet und verachtet werden. Gehört auch Juli bald zu den Ausgestoßenen? Zusammen mit ihrer neuen Freundin Ksü und deren Bruder Ivan macht sie sich auf eine gefährliche Suche - nach der verschwundenen Mutter, der verbotenen Welt der Pheen und der Wahrheit über sich selbst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2012
Die Lektüre von Alina Bronskys zweitem Roman "Spiegelkind" kann Rezensent Tilman Spreckelsen nicht nur Jugendlichen empfehlen. Auch erwachsene Leser werden schnell in den Bann dieser in jeder Hinsicht fantastischen Geschichte gezogen, versichert der Kritiker. Er begleitet hier die fünfzehnjährige Juliane, die sich nach dem Verschwinden ihrer geheimnisvollen Mutter auch schmerzlich von ihrem Vater lösen muss, nicht nur in eine Gegenwelt gemalter Bilder, sondern erlebt voller Faszination auch ihre Existenz zwischen Leben und Tod. Der Rezensent lobt dabei insbesondere Bronskys Vermögen, jegliche Erwartungen und Klischees zu durchbrechen, und verfolgt mit großem Interesse die differenzierte Entwicklung ihrer Figuren. Nach diesem "furiosen Auftakt" erwartet Spreckelsen gespannt die Fortsetzung der geplanten Trilogie.
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