Mit Illustrationen, Tabellen, Cartoons. Aus dem Amerikanischen von Sylvia Schneider. Kohle, Knaster, Knete ? nichts ist uns so willkommen wie Geld. Aber ist Geld für uns nicht ein ebenso großes Tabu wie Sex? Man tut's oder hat's, aber man spricht nicht darüber. Beim Geld heißt das: Alle brauchen es oder wollen es, aber keiner weiß, wo es herkommt und wie es funktioniert. Bernard Lietaer klärt den jugendlichen Leser auf über die Mechanismen der Geldwirtschaft. Er fordert auf, nachzudenken über andere Möglichkeiten des Zahlens und Tauschens.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2002
Ein kritisches Urteil fällt Dagmar Deckstein über das Sachbuch Bernard Litaers. Zwar führt die Darstellung der Geschichte des Geldes den jungen Leser auf "unterhaltsame und lehrreiche" Weise in ferne Zeiten und Länder, ebenso ist die gegenwärtige Situation des Geldwesens, der Banken und der Politik nach Ansicht der Rezensentin verständlich und interessant aufbereitet. Doch weder mit der Beurteilung der "destruktiven Wirkung des existierenden Geldsystems" noch mit der Kritik am "Wucher" der Banken, kann sich die Rezensentin so recht anfreunden. Zu missionarisch seien diese Aufrufe, die nach Decksteins Ermessen das Jugendbuch eher zu einer "Verführungsfibel" verkommen lassen. Zu "äußerster Vorsicht" rät da - wortwörtlich - die Rezensentin, das Buch als tatsächliches "Aufklärungswerk" zu verstehen. Auch wenn die eine oder andere Anregung als positiv zu bewerten ist, fußt Bernard Litaers Werk auf teilweise "angreifbaren, wenn nicht falschen" Grundthesen.
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