Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Pauline Arnoult ist eine junge, glücklich verheiratete Frau, die zum zweiten Mal schwanger ist; Gilles Andre ist Mitte vierzig, steht kurz vor der Scheidung und flüchtet sich in zahlreiche Affären. Die erotische Kraft der Worte schlägt die beiden zunehmend in ihren Bann. Es ist das Spiel der Verführung, das Pauline und Gilles miteinander spielen - das maskenreiche Gespräch zwischen Mann und Frau, eine intime "conversation amoureuse", die Alice Ferney beschreibt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.11.2001
Für Maike Albath ist der Roman der Französin Alice Frey, einer 40-jährigen Professorin für Ökonomie, eine "amüsante Typologie der Partnerschaften". Von der verzagten Kinderlosen, über die unterwürfige Geliebte bis zum sadistischen Liebhaber und dem treu sorgenden Ehegatten ist alles an Personal vertreten, erzählt Albath. Bei dem "aufgeladenen Thema Liebe" ist die Gefahr von Kitsch und Sentimentalität natürlich am größten, meint Albath, aber dennoch sei der Autorin aufgrund der "stilisierten Beobachterposition", die sie mittels des allwissenden Erzählers einnimmt und auch aufgrund ihres "französischen Unernstes" ein Werk gelungen, das überwiegend frei von solchen Entgleisungen sei. Obwohl der Tonfall der Helden zum Teil wissend und ironisch sei, würden sie nicht der genauen Schilderung der Autorin entkommen, die jede noch so kleine Gefühlsschwankung und Geste festhalte. Manchmal verliert der Spannungsbogen jedoch an Kraft, so Albath, und man bekommt dann den Eindruck die Liebe sei nur ein "Pingpongspiel". Aber immerhin, kein "deutsches Beziehungspathos", findet die Kritikerin.
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