In Wolfgang Matz` kurzer Rezension wird nicht wirklich deutlich, ob ihm das Buch gefallen hat oder nicht. Die Information, dass das Buch etwas bietet, "was man vernünftigerweise von Michel Houellebecq an Heiterkeit erwarten darf", muss der Leser somit für sich selbst entschlüsseln. Einzig bei der Aussage, dass dieser Erzählung das "apokalyptische Schwergewicht seiner Romane" fehlt, wird Matz etwas aussagekräftiger. Doch ein Lob scheint dies aus seiner Perspektive keineswegs zu sein. Denn gleich darauf folgt ein hoffnungsvoller Satz, dass der Autor nicht für immer "im paradiesischen Lanzarote" bleiben möge.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.01.2001
Niklas Maak kann sich bei der Besprechung von Michel Houellebecqs Reisebericht "Lanzarote" nicht entscheiden, ob eine Persiflage auf einen Houllebecq Roman vorliegt, eine traurige Reisegeschichte erzählt wird oder eine "böse Satire auf eine schwüle Reise- und Fernwehliteratur" entstanden ist. Letztendlich sieht er in der Erzählung eine Textbeigabe zu dem mitgelieferten Fotoband, dessen "volkshochschulschönen Naturaufnahmen" in der Banalität der Sexspiele der Protagonisten gebrochen werden. Was bleibt, ist das schale und beklemmende Gefühl, dass der Reisende auch in der Fremde seinem mittelmäßigen Leben nicht entkommt.
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