Herausgegeben von Gabriele Sander und Andreas Solbach. Der 1915 erschienene Roman »Die drei Sprünge des Wang-lun« machte Döblin bekannt, allein bis 1923 erlebte das Buch zwölf Auflagen. Walter Muschg nannte das »Meisterwerk expressionistischer Erzählungskunst« den »entscheidenden Durchbruch durch die bürgerliche Tradition des deutschen Romans«, weil er schon fast alles enthalte, was den neuen Erzählstil des zwanzigsten Jahrhunderts kennzeichne. Sie ziehen durch das Land und nennen sich die »Wahrhaft Schwachen«. »Wu-wei«, die altchinesische Lehre vom »Nicht-Widerstreben« gegen das Schicksal, findet Anhänger bei den Massen, immer mehr bekennen sich zum Prinzip des Nicht-Handelns. Damit werden sie zur Bedrohung für die Macht der Herrschenden. Doch dann werden die Wahrhaft Schwachen und ihr Haupt, der bekehrte Dieb Wang-lun, auf die Probe gestellt.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich…