Alessandro Baricco

Sterben vor Lachen

Aufsätze zu Mozart, Rossini, Benjamin und Adorno.
Cover: Sterben vor Lachen
Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN 9783446205802
Broschiert, 103 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Sabina Kienlechner. Alessandro Bariccos erste Veröffentlichung handelt von der komischen Oper Mozarts und Rossinis. Dieser Text sowie zahlreiche weitere Aufsätze über Musik, Philosophie und die Darstellung von Wirklichkeit sind in diesem Band versammelt. Es geht um die Entstehung von Kunstwerken und darum, dass die Wahrheit nur eine Illusion, die Erinnerung eine Rekonstruktion ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.06.2005

Kein gutes Haar lässt Rezensent Andreas Dorschel an Alessandro Bariccos Essayband "Sterben vor Lachen". Was der Klappentext als "brillante Essays" anpreise, so Dorschel, entpuppe sich als "zusammengestoppelte Kollektion mittelmäßiger Proseminararbeiten". Er hält dem Autor vor, die intellektuelle Dürftigkeit und Substanzlosigkeit seiner Aufsätze mit einem Anstrich von Bedeutsamkeit zu übertünchen: "Sie häufen Renommierworte der Geisteswissenschaften an, betreiben Autoritätshuberei, sind gewunden, mühselig, arm an Andeutungen und reich an Wiederholungen." Weiter kreidet er Baricco den häufigen Gebrauch von "selbstbestätigenden Phrasen" wie "unzweifelhaft" oder "und das muss gesagt sein" sowie eine "Strategie der Immunisierung gegen Kritik" an. Als Form der Begründung findet Dorschel keine Argumente, sondern nur Pleonasmen. Hätte Baricco mit seinen Romanen nicht einige Bestseller gelandet, wäre es für Dorschel unerfindlich, wie ein renommierter Literaturverlag diese "Auslese schlechter Aufsätze" drucken kann.
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