Aleksandar Hemon

Das Buch meiner Leben

Cover: Das Buch meiner Leben
Albrecht Knaus Verlag, München 2013
ISBN 9783813504910
Gebunden, 222 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Matthias Fienbork. Aleksandar Hemon gehört zu den herausragenden Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Die Erfahrungen seines Lebens, das geprägt ist von einer Kindheit im bosnischen Sarajewo, vom Verlust dieser Wurzeln und von einem zweiten Leben in der Neuen Welt, hat er nun in autobiografischen Erzählungen verarbeitet. Sie lassen ahnen, welche Bedeutung das eigene Erleben für seine Imagination spielt. An keiner Stelle verhehlt der Autor, dass Leidenschaft, Trauer oder Zorn die Motoren seines Schreibens sind; doch diese Gefühle sind immer gefiltert durch profundes Mitgefühl und scharfe Intelligenz.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2013

Die existenzielle Verlorenheit, die Heimatlosigkeit des Migranten ist das Lebensthema des in Sarajewo geborenen und in Chicago lebenden Autors Aleksandar Hemon, weiß Felix Stephan. Auch "Das Buch meiner Leben", eine Sammlung zuvor in Zeitschriften veröffetlichter autobiografischer Essays, handelt davon, aber präziser, ergreifender und wahrhaftiger als in derlei Texten üblich, versichert der Rezensent, weil jene Hemons mit ihrer "sprachlichen Brillanz" und der "aufwendigen Genauigkeit ihres Blickes" deutlich aus der Masse herausstechen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2013

Ilma Rakusa erwartet noch jede Menge Lesestoff von diesem Autor, aus diesem bewegten Leben. Vorerst hat sie dieser autobiografische Text von Aleksandar Hermon sehr beschäftigt, der fix von einer wundersamen Wende in der Emigranten- und Kamikaze-Biografie des Autors zur nächsten gelangt, erschütternde wie komische Episoden aneinanderreiht und alles andere als linear abläuft. Wie viele Leben hat der Autor noch gleich?, fragt Rakusa verwundert. Sarajevo 1991, dann Chicago, und immer, versichert Rakusa, schildert Hermon seine befreundeten Weggefährten mit Zärtlichkeit, die Kriegstreiber in seiner Heimat aber mit der notwendigen Wut. Dass Eitelkeit und Wehleidigkeit in diesem Buch nicht auftauchen, findet sie groß.

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