Alain Ehrenberg

Die Mechanik der Leidenschaften

Gehirn, Verhalten, Gesellschaft
Cover: Die Mechanik der Leidenschaften
Suhrkamp Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783518587300
Gebunden, 429 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt. Seit den 1990er Jahren gewinnt eine neue Wissenschaft des menschlichen Verhaltens ungeheuer an Dynamik: die kognitive Neurowissenschaft. Ihr Ziel ist die Erforschung des Gehirns, um geistige Pathologien wie Depressionen oder Schizophrenie zu behandeln, aber auch das Lernen oder die Kontrolle von Emotionen zu verbessern. In seinem faszinierenden Buch geht Alain Ehrenberg der Frage nach, ob diese Wissenschaft das "neue Barometer" unseres Verhaltens und Lebens geworden ist. Hat sie den Platz eingenommen, den früher die Psychoanalyse innehatte? Ersetzt der "neuronale" Mensch nun den "sozialen" Menschen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2019

Andreas Mayer sieht Alain Ehrenbergs Versuch, im dritten Teil seiner Trilogie über das depressive Individuum in der kapitalistischen Gesellschaft eine Synthese herzustellen und Krankheit als Chance auszugeben, kritisch. Mayer fällt es nicht leicht, Ehrenbergs Ansatz und Fazit auszumachen. Wenn der Autor den Erfolg der Neurowissenschaften zu erklären sucht, geht er laut Rezensent allzu referierend vor. Dem Autor entgehen Verbindungen zwischen kollektiven Vorstellungen und therapeutischer Praxis, meint er. Eine Analyse und Kritik von Behandlungsformen der offenen Psychiatrie leistet das Buch für Mayer nicht.
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