Ausgewählt und aus dem Arabischen übersetzt von Adel Theodor Khoury. Neben dem Koran bildet der Hadith die zweite verbindliche Quelle für die islamische Religion. Hier hält die islamische Tradition fest, wie Mohammad selbst den Koran lebte, auslegte und im Alltag zur Rechtleitung der Gläubigen anwandte. So enthält der Hadith Berichte über: - Mohammads Aussprüche, Anweisungen, Verordnungen, Feststellungen, Wertungen und Stellungnahmen zu verschiedenen Frage; - Mohammads Verhalten, seine Handlungsweise in der religiösen Pflichtenerfüllung, seine praktische Haltung bei der Anwendung religiöser Richtlinien; - Mohammads Haltung zu dem, was seine Gemeinde tat. Adel Theodor Khoury, dessen Koran-Übersetzung in der muslimischen Welt höchste Achtung besitzt, hat hier die bedeutendsten arabisch-sprachigen Hadith-Sammlungen verglichen, übersetzt und zu einer deutschsprachigen Ausgabe zusammengeführt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.08.2009
Kritisch ins Gericht geht Tilman Nagel mit diesen beiden Bänden, die eine von Adel Theodor Khoury getroffene und übersetzte Auswahl aus dem Hadith versammeln. Kenntnisreich informiert der Rezensent über Entstehungsgeschichte und Eigenart des Hadith - Texte, die Überlieferungen zu Mohammeds Leben und Denken zusammenfassen. Zu seinem Bedauern erfährt der Leser in den vorliegenden Bänden dazu allerdings nichts. Besonders beanstandet er, dass Khoury nicht das seit Jahrzehnten eingeführte Zitiersystem der Konkordanz von Arent Jan Wensinck verwendet, so dass es schier unmöglich wird, die den Übersetzungen zu Grunde liegenden Originaltexte zu finden. Zudem moniert er, dass Khoury in seiner Übersetzung einen vereinheitlichten Text bietet, ohne Abweichungen und "glättende Eingriffe" zu dokumentieren. Für Nagel drängt sich außerdem der Eindruck auf, Khoury habe, um den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu fördern, eine "Weichspülung" des "kantigen Stoffs" betrieben. Insgesamt kann er diese Ausgabe nicht empfehlen, verstößt sie doch ernsthaft gegen die "gängigen wissenschaftlichen Standards".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…