Achim Stephan (Hg.)

'Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen?'

Philosophische Essays
Cover: 'Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen?'
Reclam Verlag, Ditzingen 2016
ISBN 9783150110737
Kartoniert, 155 Seiten, 10,00 EUR

Klappentext

Die Flüchtlingsfrage gehört zu den drängendsten politischen und humanitären Herausforderungen der Gegenwart. In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist ein Recht auf Asyl verankert. Dessen Inanspruchnahme durch Millionen von Flüchtlingen könnte jedoch auch bewährte europäische Demokratien in ihrer Stabilität bedrohen. Damit stellen sich für uns fundamentale Fragen: Wozu sind wir moralisch gegenüber den Flüchtlingen verpflichtet? Was können wir tun? Und wie begründen wir unser Handeln? Angesichts einer zunehmenden Polarisierung der Öffentlichkeit hat die Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) Philosophinnen und Philosophen (vom Studierenden bis zur Professorin) zur Beantwortung einer Preisfrage aufgerufen: 'Welche und wie viele Flüchtlinge sollen wir aufnehmen?' Auf diese Weise soll eine vernünftige öffentliche Debatte angeregt werden. Eine unabhängige Jury hat die Essays bewertet, die zehn besten werden in diesem Band veröffentlicht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2016

Jochen Zenthöfer empfiehlt den von Thomas Grundmann und Achim Stephan herausgegebenen Band mit den preisgekrönten philosophischen Essays eines Wettbewerbs zum Thema Flüchtlinge. Laut Zenthöfer bestechen die Texte durch Verständlichkeit und nachvollziehbare, nicht parteipolitisch motivierte Gedanken. Die in den Texten erkennbare Setzung einer Hilfspflicht erscheint dem Rezensenten sinnvoll, die Einräumung einer Obergrenze aber auch. Ob Steuererhöhungen, obligatorische Integrationskurse oder Familiennachzug die richtigen Lösungen sind, vermag Zenthöfer nach der Lektüre nicht zu entscheiden, aber die Beiträger scheinen ihm die verschiedenen Dimensionen der Flüchtlingsfrage klug voneinander zu trennen und so pauschale Urteile als unzulässig kenntlich zu machen.

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