Achdé, Jul

Lucky Luke 102

Letzte Runde für die Daltons
Cover: Lucky Luke 102
Egmont Ehapa Media, Berlin 2024
ISBN 9783770409679
Kartoniert, 48 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Im Westen braut sich was zusammen ... Ein Streik legt die Bierbrauereien im wilden Westen lahm und die Saloons sitzen auf dem Trockenen. Die Bewohner Neumünchens sind so verzweifelt, dass sie Lucky Luke um Hilfe bitten. Der Cowboy folgt dem versiegenden Bierfluss bis nach Milwaukee, wo die Brauereibesitzer einen Coup planen: Um die Produktion wieder anzukurbeln, sollen Sträflinge zur Zwangsarbeit herangeschafft werden. Und vier alte Bekannte von Lucky Luke melden sich sofort freiwillig.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.11.2024

Rezensent Ralph Trommer hält den neuen Comic aus der Reihe Lucky Luke für gelungen. Der aktuelle Szenarist taucht mit diesem Band in die Geschichte der deutschen Siedler in den USA im 19. Jahrhundert ein und setzt damit aufs Neue die Idee der Reihe um, Comic und Historie authentisch zusammenzudenken, weiß Trommer. Im Mittelpunkt steht der pfälzische Unternehmer Frederick Trump (eine Anspielung auf den realen Baron Frederick Pabst), sein Gesellschaftsmodell und die Kämpfe um Gerechtigkeit in dem von ihm geführten Konzern. Dieser historische Rahmen bot reichlich Stoff für "opulent gezeichnete Streikszenen", und Trommer freute sich schließlich, mit Lucky Luk ein Stück nordamerikanischer Industrialisierungsgeschichte entdeckt zu haben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2024

Das neue Abenteuer des französischen Comic-Cowboys Lucky Luke rückt, so Rezensent Martin Zips, deutsche Auswanderer in den USA in den Blick. Die Geschichte, lernen wir, stammt, zum fünften Mal in der Reihe, von Autor Jul, die Zeichnungen verantwortet Achdé. Lucky Luke ist natürlich wieder der edle Kämpfer gegen Unterdrückung, Zips würde ihn sofort zum amerikanischen Präsidenten wählen, wenn er denn könnte. Inhaltlich geht es unter anderem unter Arbeitskämpfe unter den Einwanderern, und, wie gewohnt bei Lucky Luke, kommen auch die humoristisch aufbereiteten Klischees nicht zu kurz, beschreibt Zips. Diesmal trifft es eben die Deutschen, fährt der Rezensent fort, Jul macht sich unter anderem über deutsche Korrektheit lustig, Sheriffsterne werden zu Mercedessternen, Blondinen mit großer Oberweite werden in Dirndls gesteckt, Zwangsarbeit in Fabriken ist an der Tagesordnung. Das gehört eben zur Serie dazu, findet Zips, dem freilich am besten die zeichnerischen Anspielungen auf Film- und Fernsehklassiker gefallen. Insgesamt wieder ein Band, der Ernstes und Lustiges geschickt miteinander verbindet, resümiert Zips.

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