Thea Dorn

Deutsch, nicht dumpf

Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten
Cover: Deutsch, nicht dumpf
Albrecht Knaus Verlag, München 2018
ISBN 9783813508109
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Seit Jahren streiten wir, und der Ton wird rauer: Befördert die Rede von Heimat und Verwurzelung oder gar Patriotismus ein rückwärtsgewandtes, engstirniges Denken, das über kurz oder lang zu neuem Chauvinismus, Rassismus und Nationalismus führen wird? Oder ist das Beharren auf unseren kulturellen, historisch gewachsenenen Besonderheiten in Zeiten von Migration, Globalisierung und Technokratisierung nicht vielmehr Grundbedingung dafür, jene weltoffene Liberalität und Zivilität zu wahren, zu der das heutige Deutschland ja inzwischen längst gefunden hat? Anknüpfend an Themen, die sie bereits in ihrem Bestseller "Die deutsche Seele" (zusammen mit Richard Wagner) erkundet hat, wendet Thea Dorn sich nun den aktuellen Schicksalsfragen unserer Gesellschaft zu - differenziert, unaufgeregt und dennoch leidenschaftlich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.05.2018

Rezensent Jens Bisky hat Thea Dorns "Plädoyer" für einen aufgeklärten Patriotismus mit gemischten Gefühlen gelesen. Dorns Ansatz, statt einer "Leitkultur" den Begriff einer "Leitzivilität" zu etablieren und den Verfassungspatriotismus um einen Kulturpatriotismus zu ergänzen, findet der Kritiker nicht verkehrt, zudem anhand von zahlreichen Zitaten aus klassischen Texten über Fichte bis Mann und Elias gut belegt. Zugleich muss Bisky während der Lektüre feststellen, dass die Philosophin und Schriftstellerin den Begriff des Patriotismus nicht klar genug definiert und zu viele Meldungen und Äußerungen, etwa zu Flüchtlingen, Europa oder dem Islam aufgreift. Gern hätte der Rezensent zudem etwas über neue Formen der Gemeinschaft jenseits des bildungsbürgerlichen Kanons erfahren. Als Anlass zur Debatte kann er das Buch jedoch empfehlen.
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