Hamed Abdel-Samad
Eine Debatte polarisiert noch immer das Land: Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht?
Abdel-Hakim Ourghi bezieht klare Position. Ein Islam der Unterwerfung, des Radikalismus und der fehlenden Selbstkritik passt nicht in unsere moderne Gesellschaft. Vielmehr braucht es eine zeitgemäße Auslegung des Koran sowie den Mut, die Tradition des Propheten in Frage zu stellen. Nur ein humanistischer Islam kann zur westlichen Welt gehören.
Die Thesen dieses Buches geben der wohl brisantesten Diskussion unserer Zeit neue Perspektiven.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2017
Thomas Thiel ahnt, dass die Thesen des Islamtheologen Abdel-Hakim Ourghi für einen liberalen Islam für Unruhe sorgen werden. Die Erneuerung des Islam aus seinen verborgenen Traditionen heraus mit dem Ziel den gegenwärtigen "pathologischen" Islam mit seiner Unterwerfungspädagogik zu reformieren, scheint Thiel zwar bedenkenswert, das Bild, das der Autor zeichnet, hält er aber für ein vereinfachtes, pauschalisiertes. Philologische Kleinarbeit sei die Sache des Autors nicht, schreibt Thiel. Und so bleibt auch die Entkräftung vermeintlicher Glaubensvorschriften im Buch für Thiel fragwürdig. Wird die Glaubenssubstanz hier dem westlichen Individualismus geopfert?, fragt er. Stark findet er das Buch in der Kritik des politischen Gegners.
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