Michel de Montaigne

Michel de Montaigne wurde 1533 auf Schloss Montaigne im Perigord geboren. Der Sohn einer reichen und spät geadelten Kaufmannsfamilie erhielt eine Erziehung, die sich ganz an humanistischen Prinzipien orientierte. Nach dem Studium der Rechte wurde Montaigne Parlamentsrat in Bordeaux. Hier traf er das junge Genie Etienne de la Boetie, dessen Denken sein Leben nachhaltig beeinflusste. Dem früh verstorbenen Freund widmete er sein Lebenswerk, die Essais. Nach dem Tod seines Vaters 1571 zog sich Montaigne aus dem Trubel der Welt auf sein Schloss zurück. Im mit gut tausend Büchern ausgestatteten Bibliotheksturm des Schlosses nahm er die Arbeit an seinen Essais auf, die als Versuch einer Selbstfindung begannen und zu einer monumentalen Reflexion über den Menschen schlechthin wurden. Nachdem er die ersten beiden Bände verfasst hatte, reiste Montaigne 1580 - 81 durch Frankreich, die Schweiz, Deutschland und Italien. Er starb 1592.