Buchautor

Leo Lania

Leo Lania (eigentlich Lazar Herman), 1896 im ukrainischen Charkow geboren war Journalist, Schriftsteller und Protagonist der Neuen Sachlichkeit.
Lania wuchs im Wien der Jahrhundertwende auf, diente als Offizier der k.u.k.-Armee im Ersten Weltkrieg und war zwischen 1919 und 1921 Redakteur der Roten Fahne. 1921 gründete er in Berlin eine Nachrichtenagentur, 1923 schmuggelte er sich in die Münchner Redaktion des Völkischen Beobachters ein. Bertolt Brecht bat ihn 1931 das Drehbuch zur Dreigroschenoper zu schreiben. Lania reiste 1932 über Prag nach Österreich und schließlich nach Frankreich aus, wo er nach Kriegsausbruch mehrere Monate im Internierungslager Audierne inhaftiert wurde. 1940 gelang ihm die Flucht nach Südfrankreich. Schließlich emigrierte er über Spanien und Portugal in die USA. Mitte der 1950er-Jahre kehrte er nach München zurück, wo er 1961 starb. Noch kurz vor seinem Tod schrieb er 1959 als Ghostwriter eine Autobiografie für Willy Brandt.
2 Bücher

Leo Lania / Michael Schwaiger: Der Außenminister. Roman

Cover
Mandelbaum Verlag, Wien 2019
ISBN 9783854768340, Gebunden, 272 Seiten, 25.00 EUR
Prag, 1948: Als einziges bürgerliches Mitglied verbleibt der Außenminister in der Regierung. Kurze Zeit später stürzt er aus dem Fenster. In Leo Lanias Roman stehen die letzten Stunden im Leben des tschechoslowakischen…

Leo Lania: Land im Zwielicht

Cover
Mandelbaum Verlag, Wien 2017
ISBN 9783854765462, Gebunden, 340 Seiten, 24.90 EUR
In dem 1934 zuerst in englischer Übersetzung erschienenen Roman erzählt Leo Lania anhand verschiedener Schicksale eine Geschichte der Zwischenkriegszeit und der Weimarer Republik. Dreh- und Angelpunkt…