Hugo Pratt

Hugo Pratt (eigentlich: Ugo Eugenio Pratt), geboren 1927 in Rimini, gestorben 1995 in Lausanne) war ein italienischer Comic-Autor. Seine Figur "Corto Maltese" gilt als Meilenstein des literarischen Comics. Pratt stammte aus einer multinationalen Familie mit Wurzeln in Venetien, England, Frankreich und Anatolien beziehungsweise Armenien. Sein Großonkel war William Henry Pratt, der unter dem Pseudonym Boris Karloff ein erfolgreicher Filmschauspieler (u. a. als Frankensteins Monster) der frühen Tonfilmzeit war. Hugo Pratts Vater war Ingenieur. 1949 Umsiedlung nach Argentinien, wo er erste Comicserien zeichnete. 1959 Rückkehr nach Europa. 1967 gründeten der Mäzen Claudio Bertieri und der italienische Verleger Florenzo Ivaldi das Magazin "Sgt. Kirk", um Pratt eine angemessene Plattform für seine Comics zu bieten. Hier wurde 1967 "Una Ballata del Mare Salato" (Eine Südseeballade) veröffentlicht, eine melancholische Abenteuergeschichte in der Tradition von Joseph Conrad, die als Ausgangspunkt europäischer Graphic Novels gilt. In dieser Geschichte tauchte zum ersten Mal Corto Maltese auf, ein Kapitän ohne Schiff, der zur Hauptfigur von Pratts weiterem Schaffen werden sollte.

Hugo Pratt: Corto Maltese. 1. Südseeballade

Cover: Hugo Pratt. Corto Maltese - 1. Südseeballade. Schreiber und Leser, Hamburg, 2015.
Schreiber und Leser, Hamburg 2015
 An ein hölzernes Andreaskreuz gefesselt, im Pazifik treibend, hat einer der berühmtesten Abenteuerhelden der grafischen Literatur seinen ersten Auftritt: Corto Maltese. Es ist Ende 1913. Der Erste Weltkrieg…