Vorgeblättert

Hannah Arendt, Gershom Scholem: Der Briefwechsel

30.08.2010. Von 1939 bis 1964 führten Hannah Arendt und Gershom Scholem einen intensiven Briefwechsel, in dem sie sich über jüdische Geschichte und jüdisches Selbstverständnis auseinandersetzten. Lesen Sie hier Auszüge aus der Korrespondenz, in denen es um Walter Benjamins Tod und Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" geht.
Hannah Arendt / Gershom Scholem: Der Briefwechsel 1939-1964
Herausgegeben von Marie Luise Knott unter Mitarbeit von David Heredia
 
Jüdischer Verlag, Frankfurt 2010
695 Seiten, gebunden, Euro 39,90

Erscheint am 20. September 2010

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Klappentext: "Juden sterben in Europa und man verscharrt sie wie Hunde." So schließt der Brief, in dem Hannah Arendt im Oktober 1940 Gershom Scholem mitteilt, dass sich Walter Benjamin auf der Flucht vor den Nazis das Leben genommen hat. In Zeiten größter Bedrohung beginnt eine Korrespondenz, die getragen ist vom Engagement für das Werk des gemeinsamen Freundes und in der von New York und Jerusalem aus immer die Welt des europäischen Judentums im Blick bleiben wird. Im Auftrag der Jewish Cultural Reconstruction, deren Ziel die Rettung der von den Nazis geraubten jüdischen Kulturgüter ist, reisen Hannah Arendt wie auch Gershom Scholem in den frühen Nachkriegsjahren erstmals wieder nach Deutschland. Dieses weitgehend unbekannte Kapitel in beider Geschichte wird über die Briefe hinaus durch bislang unveröffentlichte Berichte Hannah Arendts von ihrer Deutschlandreise 1949/50 dokumentiert. 1963 erscheint Hannah Arendts Buch Eichmann in Jerusalem. Ihre darin geäußerte Kritik an jüdischen Repräsentanten während der Zeit der Shoah wird von Gershom Scholem in einer auch öffentlich ausgetragenen Kontroverse radikal verworfen: Der über mehr als zwei Jahrzehnte aufrechterhaltene Dialog in Briefen endet im Schweigen.

Zur Herausgeberin: Marie Luise Knott, geboren 1953 in Köln, studierte Politische Wissenschaft und Romanische Literatur und arbeitete als Verlagslektorin. Sie war Chefredakteurin der deutschsprachigen "Le Monde diplomatique". Heute lebt sie als freie Publizistin, Herausgeberin und Übersetzerin in Berlin.


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