In eigener Sache

Rüdiger Dingemann ist gestorben

10.12.2024. Fast von Anfang an hat Rüdiger Dingemann beim Perlentaucher mitgearbeitet, bestimmt zwanzig Jahre lang. Er war der Erfinder des "Medientickers" und der "Teletaucher". Nun ist er im Alter von 73 Jahren gestorben.
Rüdiger Dingemann. Foto privat.
Mit großer Traurigkeit teilen wir mit, dass unser langjähriger redaktioneller Mitarbeiter Rüdiger Dingemann im Alter von 73 Jahren gestorben ist. Er hatte sich nach einem Sturz vor einigen Monaten eigentlich gut wieder erholt, ist dann aber doch am 1. Dezember im Pflegeheim an einer Lungenentzündung gestorben. Rüdiger war schon sehr bald nach der Gründung des Perlentauchers zu uns gestoßen und hat für uns den "Medienticker" und die "Teletaucher" entwickelt. Er hatte eine ganz eigene produktive und charmant chaotische Art, Nachrichten, Skandale und Skandälchen und Branchen-News zu präsentieren. Kein Medienticker verging ohne Hinweise auf Jazz-Sendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Durch Rüdiger waren wir mit vielen News ganz vorne dran, vor den Zeitungen die naturgemäß erst am nächsten Morgen "nachklappen" konnten. Rüdiger stand uns auch zur Seite, als der Perlentaucher durch die Prozesse, die die FAZ und die SZ gegen uns führten, existenziell gefährdet war. Rüdiger hatte das gleiche Braunschweig-Kolleg besucht wie einst Benno Ohnesorg und Uwe Timm. 1951 geboren hatte er es im zweiten Bildungsweg vom Verlagskaufmann zum Journalisten gebracht. Viele Bücher hat er selbst veröffentlicht, etwa über die Spuren der innerdeutschen Grenze oder ein "Tatort"-Lexikon. Wir wünschen seiner Frau Renate, die seit fünfzig Jahren mit ihm zusammen lebte, viel Kraft. (D.Red.)