Herausgegeben von John Connelly und Michael Grüttner. Das Buch enthält Beiträge über "rechte" wie "linke" Diktaturen: über den italienischen Faschismus, den Nationalsozialismus und das Franco-Regime in Spanien, sowie über die Sowjetunion, die Volksrepublik China, Polen, Ungarn, die Tschechoslowakei und die DDR. Im Vordergrund stehen folgende Fragen: Haben die Universitäten in der Entstehungsphase der Diktatur die Autonomie der Hochschule verteidigt oder waren sie Vorkämpfer der Diktaturen? Führte die Etablierung der Diktatur zu einem Bruch mit der Universitätstradition? Welche Konsequenzen hatte die Durchsetzung der Diktatur für die Struktur und das Selbstverständnis der Universität, für die Inhalte von Lehre und Forschung?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.06.2003
Die Idealvorstellung der Universitäten als Hort der Bildung und der freien Wissenschaften hat mit der Realität nicht allzu viel gemein. Dieser Ansicht sind auch der Autoren des vorliegenden Buches und präsentieren die Ergebnisse eines von ihnen in Berkley organisierten Kongresses, der dem Spannungsverhältnis von Universitäten und Diktaturen im 20. Jahrhundert gewidmet war. Frank-Rutger Hausmann kommt zu dem Urteil, dass es, bis auf das fehlende Namensregister höchst informativ sei. Als methodisch innovativ und vielversprechend bezeichnet er den Vergleich von Hochschulpolitik und Hochschulen in kommunistischen und faschistischen Staaten. Dass die Ergebnisse des Vergleichs dabei kaum überraschen, schmälere den Erkenntnisgewinn der Bücher nicht, denn linke wie rechte Diktaturen würden sich darin gleichen, die Universitäten durch verschiedene Mittel, wie zum Beispiel Reglementierung des Zugangs, Einschränkung der Selbstverwaltung und ideologische Vorgaben gleichzuschalten. Schade findet er bei dieser Studie nur das Fehlen der nichtlaizistischen Universitäten der Weltreligionen, von der El Hazar in Kairo bis zur Gregoriana in Rom.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…