Aus dem Polnischen von Thomas Weiler. Ziemowit Szczerek ist wieder on the road. Sein Erzähler Paweł, Journalist bei einem auf Fake News spezialisierten Internetportal, fährt mit einem alten Vectra auf der berühmten Landesstraße Nr. 7 von Krakau in Richtung Warschau. An Allerheiligen, dem polnischsten aller Tage, geht es auf der "Königin der polnischen Straßen" mächtig verkatert und mit Vollgas hinein ins Herz der Finsternis. Unterwegs trifft Paweł auf zwielichtige Gestalten und Orte, auf Nationalismus, Chauvinismus und Größenwahn - jene Dämonen, die nicht nur in Polen ihr Unwesen treiben ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2020
Christoph Bartmann empfiehlt, mit Ziemovit Szczereks Gonzo-Roman von 2014 rasch noch mal auf Polenreise zu gehen, bevor Brüssel und die PiS all die schönen aberwitzigen Ideen im Buch über Fake-News, polnische Dämonen und Geschichtsfantasmagorien wirklich wahr gemacht haben. Was der Autor in seinem Text an absurden Übertreibungen und Ideologischem ein paar Freaks in den Mund legt, tönt laut Bartmann bereits aus den Staatskanälen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2020
Rezensentin Marta Kijowska wird mitgerissen von Ziemowit Szczereks aberwitzigem Roadmovie durch die Mitte Polens. Den Helden, einen rasenden Journalisten oder Fake-News-Produzenten mit Hang zu bewusstseinserweiternden Substanzen und Geselligkeit, zu beißenden Bestandsaufnahmen über die polnische Seele und die polnische Provinzialität, hat sie gleich ins Herz geschlossen. Dass der im Original bereits 2014 erschienende Roman die Verhältnisse vor PiS schildert, kann die Rezensentin verkraften angesichts der witzig überdrehten Rasanz des Textes und seiner Assoziationen und Reflexionen zu Pop, nationalen Komplexen und Traum.
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