Zadie Smith

Freiheiten

Essays
Cover: Freiheiten
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2019
ISBN 9783462052145
Gebunden, 512 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Tanja Handels. Der vorliegende Band zeigt Zadie Smith politischer denn je. Sie sind in fünf Kategorien unterteilt, und alle haben es in sich: "In der Welt" versammelt die politischen Essays, zum Brexit oder zu Trump. Die Kapitel "Im Publikum", "Im Museum", "Im Bücherregal" und "Freiheiten" erzählen uns ihre Sicht auf kulturelle Ereignisse oder persönlich Erlebtes.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.06.2019

Juliane Liebert bekommt bei Zadie Smith Rüstzeug gegen den Zynismus. Smiths literarische und kulturjournalistische Magazin-Texte aus den Obama-Jahren atmen laut Rezensentin Wärme, Humanismus und das Verlangen nach Schönheit. Sie sind elegant und bescheiden im Gestus (laut Liebert auch in der Übersetzung von Tanja Handels) und haben nur selten etwas von Sonntagspredigt. Ob die Autorin über Jay Z, Philip Roth, Facebook oder den Brexit schreibt, stets kann Liebert vergnügt etwas lernen. Smiths nostalgischen Blick auf die 90er kann Liebert nachvollziehen, versichert aber, dass die Autorin keine Feindin des Fortschritts sei.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 24.05.2019

Rezensentin Maike Albath lauscht gern dem ruhigen, besonnenen Tonfall, in dem Zadie Smith in diesem Essayband ihren Gedanken nachhängt, um schnell zu erhellenden Einsichten zu kommen. Ganz gleich, ob ihr Smith vom diversen London ihrer Jugendjahre, von ihrer sozialen Aufstiegsgeschichte, dem Brexit oder dem Klimawandel erzählt, stets entdeckt die Kritikerin "Überraschendes" in den hier versammelten Essays aus den Jahren 2009 bis 2017. Buchbesprechungen, Kinokritiken, Aufsätze über Fotografien und Gemälde und Reiseskizzen machen das Buch für Albath zu einer wunderbaren Fundgrube.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2019

Rezensent Jan Wiele mag Zadie Smith - aber ein bisschen geht sie ihm auch auf den Wecker. So lobt er ihre besten Essays als "eine perfekte Mischung aus Reportage und Reflexion", dann findet er sie gleich ein bisschen "geschwätzig". Ihn rührt die Ehrlichkeit, mit der sie von Pop und Facebook, den Parties der Neunziger Jahre ebenso wie von Brexit schreibt. Aber dann fühlt er sich durch eine permanente "Bekenntnishaftigkeit" offenbar unterfordert, empfindet sie gar als beinahe kindlich - auch wenn er dann pflichtgemäß schreibt, dass ihre Texte dem Ideal des "demokratischen Schreibens" entspräche. Am liebsten jedenfalls scheint er zu mögen, wenn aus einem Text über "Smiley", der sich in einer (oder mehreren) Partynächten einmal rührend um sie gekümmert hatte, schließlich ein "Liebesbrief" und aus "Smiley" ein Ehemann wird. (Und man fragt sich leise, was das über Jan Wiele als Rezensent des Werks einer jungen Schriftstellerin sagt.)
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 11.05.2019

Rezensent Richard Kämmerlings hat bei Zadie Smiths Essays das Gefühl, dass in der Literatur "echte Begegnung" möglich ist: Die Autorin greift darin zwar eine ganze Fülle Themen -  von Begegnungen mit Popstars über Reflexionen zu Tanz und Politik bis zu autobiografischen Erinnerungen - auf, beschreibt sie aber nie verallgemeinernd, sondern immer als individuelle Erfahrungen, erzählt der Kritiker. Die Texte sind laut Kämmerlings alle in der "Obama-Ära" entstanden und passen seiner Meinung nach gut zu der positiven Art des Ex-Präsidenten der USA: Smith zeige, dass alle Menschen mehr seien, als es generell in politischen Umfragen und sozialen Medien den Anschein habe, und dass das Gute, Freie und Schöne auch zum Vorschein gebracht werden könne. Offenbar hat die Lektüre den Kritiker hoffnungsvoll gestimmt.