Aus dem Altgriechischen von Wolfgang Will. Xenophons "Hellenika" gelten als eine der wichtigsten Quellen für die letzten Jahre des peloponnesischen Kriegs bis zum Ende der Vorherrschaft Thebens in Griechenland. Als direkte Fortsetzung des Werks von Thukydides schildern die Hellenika die Geschichte Griechenlands von 411 bis 362 v. Chr. Damit etablierte Xenophon die antike Tradition der fortgesetzten Geschichtsschreibung, wie sie bis zum Ende der Spätantike Bestand haben sollte. Zugleich ist das Buch über seine zentrale historische Bedeutung hinaus beispielhaft für das attische Griechisch und somit für die stilistische Tradition der antiken Geschichtsschreibung. Besonders spannend: Viele der in seinen "Hellenika" geschilderten Ereignisse hat Xenophon selbst miterlebt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2018
Xenophons hellenistische an Thukydides anschließende Zeitgeschichte besticht laut Uwe Walter nicht eben durch Gründlichkeit. Ein lakonischer Stil, eine selektive, "pragmatische" Herangehensweise und ein für den Rezensenten ernüchternd klingendes Ende zeichnen das Werk laut Walter aus. Die Neuübertragung von Wolfgang Will mit ihren kleinteiligen Zwischenüberschriften verdeutlicht laut Walter den episodischen Duktus des Werkes.
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