Der vorliegende Band gibt einen konzentrierten Überblick über mehr als 1200 Jahre griechischer Literatur, ihre Autoren, ihre Gattungen und ihre Werke. Bekanntlich gibt es kaum einen Bereich der europäischen Literatur, den die Griechen nicht erfunden und mit wesentlichen Werken erschlossen hätten. Zu nennen wären: Epos, Lehrgedicht, Lyrik, Tragödie und Komödie, Fabel, Roman, Geschichtsschreibung, Philosophie, Rhetorik, fachwissenschaftliche Abhandlungen. Der Autor zeichnet nicht nur die die historische Entwicklung nach, sondern stellt auch die Hauptwerke in präzisen Referaten interpretierend vor. So will diese Literaturgeschichte informieren und zum Lesen der griechischen Klassiker verführen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.08.2004
Albert von Schirnding zeigt sich unzufrieden mit Thomas Paulsens griechischer Literaturgeschichte, und fragt sich, ob die "Bedürfnislage" für Literaturgeschichten der griechischen Antike die Veröffentlichung rechtfertigt. Zunächst zieht Schirnding den Vergleich zur 1999 erschienen Literaturgeschichte von Martin Hose: Anders als Hose stelle Paulsen wieder das Werk in seinem "Absolutheitscharakter" in den Vordergrund und löse es nicht in den historischen Kontext auf, was in Schirndings Augen durchaus seine "Berechtigung" hat, gleichwohl es eine eher "konventionelle Art " der Literaturbetrachtung sei. Allerdings, so weiß Rezensent Schirnding, wird diese Betrachtungsweise bereits durch die Literaturgeschichte Albrecht Dihle aus dem Jahr 1967 abgedeckt. Paulsens Plus gegenüber Diehl sei seine Behandlung der Literatur der römischen Kaiserzeit als "vierte Hauptepoche", was Schirnding als Publikations-Rechtfertigung allerdings zu bemüht findet. Ansonsten tadelt er, dass Paulsens Buch stellenweise wie ein "Lexikon anmutet", weil die Darstellung häufig " kaum über eine Inhaltsangabe" hinauskomme.
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