Athen und Sparta sind die beiden bekanntesten griechischen Stadtstaaten. Ihre äußere und innere Machtentfaltung und ihre gegensätzlichen Strukturen beeinflussten und beeindruckten bereits die gesamte griechische Welt. Aber wo lagen ihre grundsätzlichen Unterschiede? Wie entwickelte sich ihr Staats- und Gesellschaftsaufbau - hier Demokratie, dort Aristokratie? Warum brachte Athen ein blühendes Kulturleben hervor - und wie äußerte es sich -, während Sparta zunehmend kulturell verarmte? Welche Bedeutung kam dem Kult in beiden Städten zu? Und wieso war die Stellung der Frauen in beiden Gesellschaften so verschieden? Martin Drehers moderne Einführung in die Geschichte Athens und Spartas gibt auf diese und viele andere Fragen erste Antworten, nennt die maßgeblichen Quellen und weist den Weg zu weiterführender Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2002
So richtig begeistert ist Rezensent Karl Christ nicht von diesem Buch. Er findet es solide, aber nicht originell. Zwar hat er an Martin Drehers Ausführungen über die gesellschaftlichen und politischen Grundstrukturen Athens und Spartas nichts auszusetzen. Aber mehr als ein "zuverlässiger Querschnitt durch die derzeitige wissenschaftliche Diskussion" sei dabei nicht herausgekommen. Christ wünscht sich für die Neuauflage eine Erweiterung des Bandes, der jetzt im Jahr 338 v.Chr. abbricht. Auch über die Bedeutung Athens für die "euro-amerikanische Kultur" würde er dann gern etwas lesen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2001
Die Vorurteile, die lange Zeit auch Urteile der Geschichtswissenschaft waren, sind bekannt: Sparta war der "idealtypische Militärstaat" des antiken Griechenland. Dieses Bild ist mittlerweile "in vielfacher Hinsicht revidiert worden", stellt Stefan Rebenich in seiner Rezension fest, und Martin Dreher fasst den aktuellen Forschungsstand im Städtevergleich mit Athen zusammen. Gerade der vergleichende Blick ermögliche es, die "Gemeinsamkeiten und Unterschiede" zwischen Sparta und Athen herauszuarbeiten. Es gelingt Dreher dabei, und dafür verdient er, wie Rebenich findet, "besonderes Lob", die Verbindung von "Ereignis- und Strukturgeschichte". Zugleich bleibt die Komplexität der Forschungslage, die besonders mit der problematischen Quellensituation zusammenhängt, stets gewahrt. Einzig die zentrale Crux, dass die Kenntnis Spartas fast ausschließlich athenischen Quellen zu verdanken ist, hätte, wie der Rezensent leise anmerkt, etwas "ausführlicher reflektiert" werden können. Dies aber ist der einzige Kritikpunkt an einem Buch, für das Rebenich sonst nur Lob kennt.
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