Die Pandemie hat vieles, was uns selbstverständlich erscheint, in Frage gestellt. Welchen Preis hat der Schutz des Lebens, wenn zugleich die Grundrechte eingeschränkt werden? Wie balancieren wir die verschiedenen Bedürfnisse in einer Gesellschaft, so dass alte Menschen besonders geschützt und zugleich die Zukunftschancen der nachfolgenden Generationen gewahrt bleiben? Was heißt europäische Solidarität im Lockdown? Wolfgang Schäuble erkundet die politischen Grenzerfahrungen in einem Krisenjahrzehnt und scheut sich nicht davor, auch unbequeme Debatten anzustoßen. Zugleich diskutiert er seine Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit - ob Schutz der Lebensgrundlagen, Umgang mit begrenzten Ressourcen, Exzesse der Globalisierung oder Migration - mit Persönlichkeiten wie Rutger Bregman, Ralf Fücks, Maja Göpel, Sylvie Goulard, Diana Kinnert, Ivan Krastev und Armin Nassehi.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.03.2021
Rezensentin Alexandra Föderl-Schmid sieht diese Sammlung von Gesprächen Schäubles mit Intellektuellen als "Vermächtnis" des Politikers an. Sie hat sie meistenteils gerne und mit Gewinn gelesen, verzeichnet intellektuelle Brillanz und Klarheit, manchmal sogar Witz, selten Streit - eigentlich nur zwischen Schäuble und Maja Göpel über Merkels Fukushima-Entscheidung. Vor allem beim Projekt der EU bringe Schäuble starke Gefühle ein, stehe er für eine Föderation und sogar die "Schuldenunion", bemerkt die aufmerksame Kritikerin, die er in der Griechenlandkrise noch weit von sich gewiesen habe. Die Corona-Krise und ihr Fortdauern nimmt sie dann zum Anlass, ein paar Korrekturen anzumahnen - etwa beim selbstzufriedenen Bezeugen von "ungeahnter Beweglichkeit" Deutschlands in Krisenzeiten.
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