Christian Drosten

Alles überstanden?

Ein überfälliges Gespräch zu einer Pandemie, die nicht die letzte gewesen sein wird
Cover: Alles überstanden?
Ullstein Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783550203022
Gebunden, 272 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Die Pandemie ist vorbei - aber ihre unbedingt notwendige Aufarbeitung steht nach wie vor aus. Seit die Gefährlichkeit des Virus schwindet, erlahmt das Interesse daran, die Rolle von Politik, Wissenschaft und Medien bei der Bewältigung der Pandemie kritisch zu hinterfragen. Doch nur die Bereitschaft, Rechenschaft abzulegen und gefühlten Wahrheiten Fakten entgegenzustellen, wird uns helfen, die wirklich entscheidenden Lehren daraus zu ziehen, um weitere Gesundheitskatastrophen möglichst zu vermeiden. Warum ist Deutschland das einzige große Industrieland in Europa, in dem es in der zweiten Corona-Welle mehr Übersterblichkeit gab als in der ersten? Wurden die richtigen Maßnahmen ergriffen? Was ist dran an den Behauptungen, das gefährliche Virus stamme aus einem chinesischen Labor? Und war die deutsche Idee einer Impfpflicht notwendig oder fahrlässig? Christian Drosten und Georg Mascolo gehen im Gespräch solchen und anderen Fragen nach, die bis heute hohe Relevanz haben.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 25.06.2024

Rezensent Volkart Wildermuth folgt dem Gespräch zwischen dem Virologen Christian Drosten und dem Journalisten Georg Mascolo über die Corona-Pandemie mit Spannung. Dabei gehen die beiden nicht vom heutigen Wissensstand aus, sondern schauen zurück auf die Dynamiken von 2020/21, erklärt der Rezensent. Drosten kritisiert die Medien für ihre Polarisierungen, Mascolo die Politik für Geheimniskrämerei, so Wildermuth, der einiges im Band überraschend und vieles interessant findet. Richtig glücklich wird er dennoch nicht damit. Einmal, weil nichts wirklich ausdiskutiert wird, und dann, weil nur zwei Personen reden. Für eine systematische Analyse der Pandemie viel zu wenig, findet Wildermuth.

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