Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 29.07.2004
Wer an den "oftmals querköpfigen" Überlegungen Wolfgang Reinhards Gefallen findet, der wird dessen nun erschienene Essaysammlung zum Thema Glaube und Macht ebenso schätzen wie Rezensent Arne Karsten. In vier Aufsätzen werden "zentrale Erkenntnisse" der Reinhardschen Forschung zum Zeitalter der Konfessionalisierung entwickelt, wobei im Zentrum das Papsttum und die römische Kurie in der frühen Neuzeit steht. Der Autor überzeugt, so verkündet der Kritiker, durch die "souveräne Zusammenschau" von Forschungsergebnissen und -traditionen ebenso wie durch seinen "pointierten, mitunter von unübersehbarer Freude an der Provokation" geprägten Stil. Besonders in Zeiten, in denen sich die universitären Geisteswissenschaften "in seliger Apathie" ihrem wissenschaftlichen "Selbstbefriedigungstrieb widmen" sei ein Buch wie dieses ein wahrer "Lichtblick".
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