Wie bringen wir wirtschaftliche Freiheit und sozialen Ausgleich zusammen? Wie lauten die neuen Leitsätze gesellschaftlichen und marktwirtschaftlichen Handelns? Wer den ideengeschichtlichen und argumentativen Unterbau für die Beantwortung dieser Fragen sucht, wird in diesem grundlegenden Essay des Philosophen Wolfgang Kersting fündig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2009
Voll und ganz einverstanden zeigt sich Rezensent Christian Geyer mit diesem Versuch des Philosophen Wolfgang Kersting, dem Liberalismus seine ganze Härte und Schärfe zurückzuerstatten. Im Zentrum dieses Versuchs steht, wie es sich für einen Liberalen gehört, das "Individuum" in seiner ihm zuzumutenden Mündigkeit. Oder, auf den noch schärferen Begriff gebracht: in seiner von ihm anzustrebenden und auszuhaltenden "Selbstmächtigkeit". Entscheidungen gilt es zu treffen, das riskierende Oder an die Stelle des verharmlosenden Und zu setzen. Einfach darf es das Individuum sich keinesfalls machen, reflexionsfähig muss es sein, Komplexität aushalten und gezielt Vorsorge treffen. All das kann ein begeisternd nickend referierender Rezensent nicht anders als "fabelhaft" finden.
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