Seit dem 11. September sind die Anschläge in den USA und drohende Eskalation des Krieges gegen Afghanistan das weltweit beherrschende Thema. Herausgeber Wolfgang Haug hat etwa zwanzig Beiträge von international bekannten Publizistinnen und Publizisten ausgewählt - kritische Stimmen aus den USA, Asien und Lateinamerika. Im Mittelpunkt der Beiträge stehen die Fragen nach den Ursachen der Anschläge und dem Sinn, Unsinn oder der Legitimität des Krieges einer internationalen Allianz gegen Afghanistan. Mit Beiträgen von Noam Chomsky, Eduardo Galeano, Arundhati Roy, Saskia Sassen, Robert Fisk, Uri Avnery, Tariq Ali, Michael Albert, Howard Zinn, Vandana Shiva, Edward S. Herman, Martin Lee und Human Rights Watch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.02.2002
Rezensentin Gitta Düperthal ist angetan: Hier versammeln sich siebzehn Autorinnen und Autoren zum Beispiel aus den USA, Chile, Indien, Pakistan und präsentieren kritische Analysen und Essays zu den "Ereignissen des 11. September" und den Folgen und relativieren darin herrschende Sichtweisen, ohne weit verbreitete Fehler der Linken - wie Verzicht auf Belege - zu wiederholen. Die Perspektive, von der aus geschrieben wird, ist transparent: Motivation ist, "lineare politische Denkweisen zu denunzieren, die jene Ereignisse des 11. September zum Abbau demokratischer Freiheiten oder zur Militarisierung der Gesellschaft nutzen wollten" zitiert Düperthal aus dem Vorwort. In diesen deutschen Erstveröffentlichungen wird argumentiert, mit Fakten untermauert, werden Theorie und Praxis in sinnvollen Bezug gesetzt, lobt Düperthal. Die "sozialen Mahner" und "Globalisierungsgegner" schreiben dabei kein bisschen trocken, sondern voll Leidenschaft, meint die begeisterte Rezensentin. Ein Buch, das dem "Meinungsbildungsprozess förderlich ist", resümiert sie.
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