Mit 130 schwarz-weiß und 30 farbigen Abbildungen. "Ein Gefangener hatte in drei Jahren etwa zweitausend Peitschenhiebe erhalten. Sein Rücken schien gänzlich ohne Fleisch zu sein, seine Schulterblätter lagen frei und wirkten wie poliertes Elfenbein." Dies berichtet ein Augenzeuge Anfang des 19. Jahrhunderts von der britischen Insel Norfolk im Pazifik. Geprügelt wurde damals überall, ob in der Schule, beim Militär, auf den Sklavenplantagen oder eben in Gefängnissen. Der Strafvollzug auf Inseln nimmt dabei eine Sonderstellung ein - er ist einer der härtesten, den die Zivilisationsgeschichte kennt. Populär geworden sind die Sträflingsinseln vor allem als Gegenstand romantischer Mythen und Legenden, man denke an "Papillon" oder den "Grafen von Monte Christo". Hier werden erstmalig mit dokumentarischem Anspruch hundertfünfzig Inseln beschrieben, auf die Verbannte, Häftlinge und Deportierte geschickt wurden und werden.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…