Wolfgang Altgeld (Hg.)

Quellen zu den deutsch-italienischen Beziehungen 1861-1963

Cover: Quellen zu den deutsch-italienischen Beziehungen 1861-1963
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006
ISBN 9783534141562
Gebunden, 290 Seiten, 79,00 EUR

Klappentext

Deutschland und Italien, die beiden "verspäteten" Nationen, begannen rund ein Jahrhundert Beziehungsgeschichte mit einer Phase gleichgerichteten Strebens, die in die Nationalstaatsgründungen 1861 und 1871 mündete. Es folgten Perioden der Annäherung wie der Gegnerschaft: Der Erste Weltkrieg, die politische Zusammenarbeit der "Achsenmächte" seit 1936 sowie eine schreckliche Zeit zugefügten Unrechts während der deutschen Besatzungsherrschaft über Teile Italiens. Erst der westeuropäische Integrationsprozess nach 1945 ließ die Bundesrepublik Deutschland und Italien zu wirklichen Partnern in Europa werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2006

Wolfgang Schieder weiß die Verdienste dieser Quellensammlung der deutsch-italienischen Beziehungen zwischen 1861-1963, die überwiegend erstmals ins Deutsche übersetzte Texte enthält, zu schätzen und lobt ihre Übersichtlichkeit, aber richtig begeistert ist er von diesem Band nicht. Das liegt zum einen an der, wie er findet, unklaren "Fragestellung" der Reihe, in der das Buch erschienen ist. Zum anderen aber wirft er dem Herausgeber vor, sich bei der Auswahl der abgedruckten Quellen nicht klar genug für eine Richtung der Beurteilung der deutsch-italienischen Geschichte entschieden zu haben und so zwischen der Vorstellung eines starken Gegensatzes und der Annahme eines Überwiegens der Gemeinsamkeiten in der historischen Entwicklung zu stark zu schwanken. Zudem konzentriere er sich auf einige wenige wichtige Personen und beachte nicht genug die völlig unterschiedlichen historischen Kontexte, in denen sich Beziehungen beispielsweise zwischen Hitler und Mussolini oder De Gasperi und Adenauer entwickelten, so der Rezensent weiter. Dennoch findet Schieder, dass der Autor mit seinem Quellenband einen "farbigen" Eindruck von den deutsch-italienischen Beziehungen zu geben imstande ist.

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