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Wolf Erlbruch, Bart Moeyaert

Olek schoss einen Bären

und nähte sich aus dem Pelz eine Mütze. Ab 6 Jahren
Cover: Olek schoss einen Bären
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2006
ISBN 9783779500506
Gebunden, 32 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Hier ist Olek. Ich tue, was ich kann. Olek kann einiges. Er schießt einen Bären, näht sich aus dem Fell eine Mütze, küsst Vater und Mutter und macht sich auf den Weg. Mit großen Schritten, die Nase in den Wind, schnurstracks ins große Abenteuer Leben. Das hält für den selbstbewussten Helden Prüfungen bereit, große und kleine. Olek hilft einem Jungen den Schnürsenkel zu binden, dichtet einer kleinen Wasserträgerin den löchrigen Eimer, tut Gutes an Mensch und Tier und erhält für seine Hilfsbereitschaft die Feder eines feuerroten Vogels. Es ist diese Feder des Feuervogels, die ihm schließlich bei der schwersten Prüfung hilft: der Überwindung des leibhaftigen Teufels. Weil er damit zwölf Mädchen zu ihrem Lebensglück verhilft, bekommt auch er seinen Lohn: Das dreizehnte schöne Mädchen bleibt an seiner Seite. Zum guten Schluss wartet auf Olek eine besondere Prüfung: der erste Kuss! Er merkte sofort, dass Küssen vergleichbar war mit dem Schießen eines Bären oder der Herstellung einer Mütze. Sie würden wohl noch üben müssen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006

Hingerissen ist Fritz Wolf von der Vitalität und Kraft dieses Bilderbuchs. Es geht um den Jungen Olek, der meint, weil er einen Bären erlegt und sich daraus eine Mütze gemacht hat, könne er nun jede Herausforderung annehmen und der im Wald schließlich seine eigentliche "Bewährungsprobe" erlebt. Schon in seinem letzten Buch arbeitete der flämische Kinderbuchautor Bart Moeyaert mit dem Illustrator Wolf Erlenbruch zusammen, eine Zusammenarbeit die der Rezensent als äußerst fruchtbar preist. Genauso "kraftvoll", aber völlig eigenständig illustriere Erlenbruch die Geschichte. Erstaunlich findet Wolf dabei, dass die Bilder einerseits sofort als Erlenbruch zu erkennen sind und andererseits zu so überraschenden und originellen Lösungen finden, schwärmt der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.09.2006

Ein bezauberndes Buch und ein gelungenes Beispiel für eine geglückte Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Autor Moeyart und dem (mit dem Hans-Christian-Andersen Preis) ausgezeichneten Illustrator Wolf Erlenbruch, befindet Rezensent Jens Thiele. Sehr reizvoll erscheint ihm die Spannung, die aus der überschwänglichen und märchenhaft beschwingten Erzählung und den äußerst reduzierten Zeichnungen entsteht. Verabschiedet sich der übermotivierte junge Olek von seinen Eltern mit einem frisch-naiven "Ich will sehen, ob ich irgendetwas tun kann" in die weite Welt, erscheint der stumme traurige Vater nur als ein Schattenriss im Profil, beschreibt Jens Thiele. Der Künstler "befreit die Bildfläche vom Cross-over der Stile, Techniken und Materialien", seine Sache sei die reine Linie. Während der Erzähler kongenial die Geschichte von Olek zugleich vorantreibt und in der modernen Märchentradition wie Strawinskys Ballett "Feuervogel" verankert, beschwört der Illustrator die symbolische Magie mit einem leuchtenden Feuerrot. Zum glücklichen Ende spricht der geläuterte Olek: "Es kann immer etwas passieren, wodurch sich alles ändert."