Winfried Glatzeder

Paul und ich

Autobiografie
Cover: Paul und ich
Aufbau Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783351026653
Gebunden, 238 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Mit Witz und Charme berichtet Glatzeder von seiner Nachkriegskindheit im Ostsektor Berlins und den Anfängen seiner Schauspielkarriere. Nach "Zeit der Störche" und "Der Mann, der nach der Oma kam" gelingt Glatzeder 1973 an der Seite von Angelica Domröse im DEFA-Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula" der Durchbruch. Doch seine Arbeit gerät immer wieder in das Blickfeld der Stasi. 1982 zieht Glatzeder mit seiner Familie nach West-Berlin. Es folgen Krisen, die sich in Alkoholproblemen und kreativer Erschöpfung niederschlagen. So erzählt diese Autobiografie 35 Jahre nach "Paul und Paula" auch von künstlerischer Identitätsfindung und den Schwierigkeiten eines Schauspielerlebens zwischen Ost und West. Bis heute ist Glatzeder auf Bühne und Leinwand präsent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2008

Von wegen "Charme eines Holzpferds"! Den hat Brigitte Mira einst dem Schauspieler Winfried Glatzeder bescheinigt - aber Bert Rebhandl, der Rezensent von Glatzeders Autobiographie, kann da gar nicht zustimmen. So war doch der Film, der den Darsteller im Osten Deutschlands und vielleicht sogar darüber hinaus unsterblich machte, nämlich "Die Legende von Paul und Paula", "ein luftiger Moment in der muffigen DDR". Auch im Leben ging Glatzeder das meiste leicht von der Hand, das beweist eine Karriere, die von der VEB Kühlautomat zum Titel "Belmondo des Ostens" und im Westen zum Tatort-Kommissar führte. Selber oder jedenfalls: alleine geschrieben hat er die Autobiographie freilich nicht. Manuale Runge tut als Verschriftlicherin das Ihre zu Glatzeders Lebensbericht - nicht immer, wie Rebhandl belegt, mit größtem Geschick. Macht aber nichts, "Paul und ich" ist trotzdem, findet der Rezensent, "angenehme" Lektüre "für das Sofa am Nachmittag".
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