William Boyd

Solo

Ein James-Bond-Roman
Cover: Solo
Berlin Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783827011589
Gebunden, 368 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Patricia Klobusiczky. William Boyd, Meister der Täuschung und des doppelten Spiels, ist prädestiniert wie kein zweiter, den neuen James Bond zu schreiben. Seit "Ruhelos" gilt er als Großer der Spionageliteratur und führt nun erstmals 007 selbst auf Abwege großartiger Nervenkitzel. Von Ian Fleming Publications auserkoren, der berühmtesten Agentenfigurder Welt neues Leben einzuhauchen, hat William Boyd ein raffiniert-verwickeltes Bond-Abenteuer geschrieben. Klassisch, voll unerwarteter Wendungen, mit zwei enigmatischenBondgirls und endlich wieder einem 007, der Wodka Martini trinkt, geschüttelt, nicht gerührt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.11.2013

Sylvia Staude muss lachen über diesen weichgespülten, politisch überkorrekten Bond, den William Boyd mit OK der Fleming-Erben abliefert. Die 1969 zu einer Afrika-Mission aufbrechende Figur zerrinnt dem beflissenen Autor ganz offenbar zu einer Charaktergummipuppe. Staude zählt ein Kriegstrauma, ein Herz für hungernde Kinder und eine Schwäche für natives Olivenöl auf - Momente einer Figur, die der Autor laut Rezensentin auch noch halbherzig und sprachlich ungeschickt ausführt. Genug um diesen Bond lieber links liegen zu lassen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.10.2013

William Boyd wurde damit betraut, einen neuen Bond-Roman zu schreiben, und er hat sich dafür entschieden, zeitlich an die Romane Ian Flemings anzuschließen, anstatt mit den Kinofilmen den Sprung in die Gegenwart zu nehmen, berichtet Lothar Müller. Auch an Bonds Vorlieben für schöne Frauen und Autos, Wein, Martinis, Zigaretten und luxuriöse Frühstücke wollte Boyd nicht rütteln, verrät der Rezensent, dafür schickt er 007 aber in ihm kaum bekannte Gefilde: nach Afrika, wo er den Krieg zwischen den Regierungstruppen des Staates Zanzarim und den Separatisten der Provinz Dahum im Sinne der Briten beeinflussen soll. Die Welt ist bei Boyd komplexer und düsterer gestrickt als ehedem, wie auch Bond selbst, erklärt Müller. Diese "dunkle Seite" kommt dem Rezensenten vielversprechend vor, sie stellt Flemings Bond einen Doppelgänger gegenüber, der noch nicht "auserzählt" sei.
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