Aus dem Englischen von Walter Ahlers. Seit Tagen fehlt von Amelia Levene jede Spur. Ihr Verschwinden löst hinter den Kulissen des britischen Auslandsgeheimdienstes die größte Krise der jüngsten Vergangenheit aus. Denn in wenigen Wochen sollte Amelia ihre Stelle als erste weibliche Chefin des MI6 antreten. Für Thomas Kell jedoch wird der Fall zur Chance. Der wegen Fehlverhaltens entlassene Agent wird von seinen einstigen Vorgesetzten auf die Sache angesetzt. Seine Suche führt Kell von Paris nach Tunis, wo er einem Geheimnis aus Amelias Vergangenheit auf die Spur kommt, das Großbritanniens Sicherheit akut gefährdet und auch für ihn selbst zur tödlichen Bedrohung wird. Und nicht nur für ihn. Mit einer handvoll freischaffender Experten versucht er, seine Gegner auszuschalten und Amelia vor einer Katastrophe zu bewahren ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2014
Dem Vergleich mit John le Carré hält der Autor stand, meint Hannes Hintermeier angesichts des neuen Romans von Charles Cumming, für Hintermeier ein Spionageroman, wie er heute sein sollte. Mit einem nachdenklichen, sympathischen Helden, der das Agentenhandwerk versteht, und mit einer mysteriösen Frau an der Spitze des MI6, die spurlos verschwindet. Was Hintermeier noch zusagt am Buch: Dass der Autor, studiert wie er ist, nicht allzu sehr doziert, sondern lieber mit Tempo Spannung erzeugt. Und dass er James Bond nur streift, um raffinierter und geopolitisch realistischer die nachrichtendienstlichen Machenschaften des Westens im arabischen Raum zu verhandeln.
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