Für Charles Baudelaire sollten Texte zur Kunst "passioniert, parteiisch und politisch" sein. Eine dem entsprechende Kunstkritik hat in Deutschland keine Tradition. Wilfried Dickhoffs überprüft hier die Kunst auf ihre Verantwortlichkeit, Eigenständigkeit und Widerständigkeit hin. Er gehört zu den Kritikern und Kuratoren, die an dem Entscheidungsprozess darüber, was Kunst sein könnte, aktiv teilnehmen."Für eine Kunst des Unmöglichen" bietet damit auch Einblicke in das für Außenstehende oft uneinsehbare komplexe Geflecht aus Künstlern, Kritikern, Buch- und Ausstellungsmachern, Galerien, Handel und Museen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2001
Barbara Bastings Einblick in ihre Rezensionspraxis, den sie anhand der vorliegenden Neuerscheinung zur Kunstkritik erlaubt, ist nur auf den ersten Blick vergnüglich. Auf den zweiten Blick wird ihre Verzweiflung angesichts der "stilistische(n) und intellektuelle(n) Höhenlage des Autors" nur allzu deutlich. Ein Klima, in dem der Rezensentin die Luft zu dünn wird: "furchterregende Sätze im Innern, (...) dreiste Einschüchterungsprosa und geistige Hochstapelei, für die der Kunstbetrieb ein dankbarer Abnehmer ist." Erschreckend sei, dass der Autor in Kunstkreisen so anerkannt ist und mit so zahlreichen Veröffentlichungen glänze. Der Titel von Wilfried Dickhoffs "versammelte(n)" Schriften "Für eine Kunst des Unmöglichen" sei Programm - wenn auch von Verlag und Autor ungewollt: Nicht nur das Buch, der aufgeblasene Stil, die aufdringliche Gelehrtheit, sondern auch die "Kunst, den Band zu rezensieren, erscheint uns unmöglich."
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Daniel Kehlmann: Afrika Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…