Kunst hat ihren Preis - aber wie entsteht und entwickelt sich dieser über die Zeit? Kann der Preis eines Kunstwerks wirklich seine Qualität reflektieren? Zeugen permanent steigende Preise tatsächlich von einer ständig wachsenden Nachfrage? Bedeutet der Kanonisierungsprozess eines Künstlers bzw. einer Künstlerin oder seines beziehungsweise ihres Meisterwerks nicht auch, dass beide unbezahlbar werden? Wie teuer ist Unbezahlbarkeit? Welche Rolle bei der Preisentwicklung spielen Galeristen, Auktionshäuser, Museen und private Sammler? Und kann der Künstler selbst über seinen Preis bestimmen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2011
Das Interesse der Öffentlichkeit an der Frage, wie eigentlich der "Kunstmark funktioniert", und deren Faszination über Rekordpreise bei Kunstauktionen hat zahlreiche Publikationen zum Wert von Kunstwerken provoziert, zu denen sich nun auch Jaqueline Nowikowsky Buch gesellt. Dieses allerdings hat Rezensentin Rose-Maria Gropp ziemlich auf die Palme gebracht, nicht nur wegen kurzschlüssiger kunstphilosophischer Betrachtungen, mit denen die Autorin mal eben kantische oder adornitische Rezeptionstheorie verhackstückt. Auch ihre Angaben zu Künstlern, deren Werke auf Auktionen große Summen eingebracht haben, ärgern die Rezensentin mal dadurch, dass es sich um Beispiele handelt, die in den Medien mehr als breitgetreten wurden, mal, weil es sich um selbst bei Fachleuten kaum bekannte Künstler handelt. Was sie unter anderem vermisst, ist, wie sie streng bemerkt, kunsthistorischer Sachverstand. Und so lässt sie es sich auch nicht nehmen, die Angaben Nowikowskys über den Verkauf eines Rubens-Gemäldes von 2010 en detail zu korrigieren.
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