Aus dem Niederländischen von Bärbel Jänicke. In 42 Geschichten richtet die niederländische Kunsthistorikerin und Kulturjournalistin Wieteke van Zeil den Blick auf vermeintliche Nebensächlichkeiten in der Malerei. Sie verknüpft die schönsten Details in der Kunst der großen Meister mit spannenden Betrachtungen zu unserer Gegenwart. Unterstützt durch wissenschaftliche Erkenntnisse über die menschliche Wahrnehmung, ermuntert sie mit ganz praktischen Tipps zu einer Kunstbetrachtung voll Vergnügen und Leichtigkeit. Dazu spricht sie auch mit Experten aus kunstfernen Disziplinen, die uns ihre ganz persönlichen Wege zum aufmerksamen Beobachten verraten. Das Buch folgt mit Beschreibungen zu Bildern aus den bedeutenden Gemäldegalerien Europas den Spuren von Künstler:innen wie Hieronymus Bosch, Piero della Francesca, Édouard Manet, Clara Peeters oder Artemisia Gentileschi. Mit spannenden und lehrreichen Kunstbetrachtungen macht dieses Buch definitiv Lust auf den nächsten Museumsbesuch.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.03.2022
Rezensentin Eva Hepper lässt sich von Wieteke van Zeil in der "Kunst des Sehens" schulen. In ihren gesammelten Kolumnen öffnet die Kunsthistorikerin den Blick für Details wie ein paar Blutspritzer auf dem Kleid von Gentileschis Judith, oder ein Teufelchen am Rande des Rosenkranz-Triptychons von Hans Süß von Kulmbach. Anhand solcher Beispiele macht sie deutlich, wie ungemein erhellend es sein kann, ein Kunstwerk auf seine Einzelheiten hin zu untersuchen. Ihre Texte sind intelligent und dynamisch geschrieben, findet Hepper, die Bilder klug angeordnet, nur leider, und das ist der einzige Schwachpunkt dieses Buches, oft zu klein abgedruckt und in mangelhafter Qualität.
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