Esther Bockwyt
Alles toxisch, oder was?
Ein Wegweiser durch den #MentalHealth-Dschungel - und was wirklich hilft
Klappentext
Sehnsucht nach Sinn: Psychologie zwischen Versprechen und Wirklichkeit.Das innere Kind, die toxische Beziehung, Bindungsangst, Selbstliebe - diese und andere populäre psychologische Theorien sind in unserem Alltag fest verankert. Bei vielen Menschen führt die ständige und oftmals arg vereinfachte Beschäftigung mit der eigenen Psyche jedoch zu emotionaler Überforderung. Esther Bockwyt, klinische Psychologin und Autorin, greift das Bedürfnis, diese Überpsychologisierung wieder zu mindern, auf und zeigt, wo die einzelnen Theorien widersprüchlich sind, wo es Alternativen gibt. Vielmehr macht sie aber deutlich, dass ein glückliches Leben nicht an einzelnen Mantras hängt, nicht an schubladisierten Zuschreibungen, sondern maßgeblich von einem ganzheitlichen Denken und Handeln beeinflusst wird.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 09.01.2026
Rezensent Volkart Wildermuth sieht die Psychologin Esther Bockwyt selbst in der Ratgeberfalle. Dabei will die Autorin laut Wildermuth eigentlich vor schnellen (Online-)Diagnosen und Ratschlägen der Pop-Psychologie warnen und versucht zunächst "systematisch" und kapitelweise populäre psychologische Konzepte zu ergründen und zu bewerten oder auch Begriffe wie "toxisch" zu hinterfragen. Im zweiten Buchteil folgen dann recht banale Appelle, verkürzter Rat und pauschale, manchmal abstrakte Botschaften, kritisiert Wildermuth. Mit mehr konkreten Beispielen hätte die Autorin mehr Überzeugungskraft erreichen können, glaubt er.
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