Über Gotthold Friedrich Stäudlin (1758?1796) ist bisher wenig bekannt geworden. Seinen frühen Dichterruhm hatte Schiller in einer scharfen Kritik schon 1782 enden lassen. Wie viele seiner Zeitgenossen wendete der Stuttgarter Advokat seine Sympathien den politischen Ereignissen in Frankreich zu: Er bekannte sich öffentlich zur Revolution. Der frühe selbstgewählte Tod im Rhein bei Straßburg wurde vor allem als Folge dieser Parteinahme und der herzoglichen Willkür gedeutet. Hier werden zum ersten Mal die Briefe des Juristen, Dichters und Publizisten gesammelt. Auch Gegenbriefe und zeitgenössische Äußerungen Dritter wurden mit einbezogen. Zusammen mit dieser Auswahl aus den überlieferten Lebenszeugnissen korrigieren sie das überlieferte Bild Stäudlins und die Gründe für seinen Selbstmord.
Gotthold Friedrich Stäudlin gehöre "zum Besten, was unsere Geschichte zu bieten" hat, meint Benedikt Erenz. Deshalb preist er geradezu hymnisch die Herausgabe von Werner Volke, der Briefe und Lebensdokumente zu einem "stattlichen Band" zusammengetragen hat. Die Texte geben Einblick in das bewegte Leben Stäudlins, erhellen seine Kontakte zu den großen Dichtern seiner Zeit, so Erenz, und zeigen nicht zuletzt auch das elende Ende des gerade einmal 38jährigen, der 1796 in Straßburg Selbstmord beging.
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