Atto Melani

Die Geheimnisse der Konklaven und die Laster der Kardinäle

Cover: Die Geheimnisse der Konklaven und die Laster der Kardinäle
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005
ISBN 9783608937374
Gebunden, 96 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Entdeckt, bearbet und herausgegeben von Rita Monaldi und Francesco Sorti. Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki. Keiner kannte die Umstände einer Papstwahl besser als er, der Meisterintrigant vor und hinter den Kulissen: Atto Melani (1626-1714) war eine der schillerndsten Figuren des Absolutismus. In einem bislang unveröffentlichten Brief erklärt er, wie man sich seinen Papst wählt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.04.2005

Für Johan Schloemann erhält der Blick auf das Papsttum erst durch das Wissen um die Schattenseiten seine "Tiefenschärfe". Deshalb hat er die Schrift des Kastraten Abbe Atto Melani, die dieser als Spion für Ludwig XIV. verfasst hat, mit Interesse und Faszination gelesen. Das Dokument ist eine Mischung aus Bericht und "Ratgeber", in dem der Autor über die taktischen Feinheiten der Papstwahl, über die "Laster" der Kardinäle und über die "teuflischen Seiten der Kirchenpolitik" Auskunft gibt, erklärt der Rezensent. Die Herausgeber Rita Monaldi und Francesco Sorti sind durch ihre historischen Kriminalromane bekannt und auch in ihrem Nachwort zu Melanis Text pflegen sie einen "saftigen Stil", räumt Schloemann ein. Er findet ihn aber angesichts der schillernden Figur des Autors und der spannenden Hintergründe am Päpstlichen Hof durchaus angemessen. Dass diese 300 Jahre alte Schrift aber ausgerechnet zur Papstwahl gefunden worden sein will, an dieses Wunder mag Schloemann nicht recht glauben. Im Übrigen moniert er, dass die Ausgabe den "editorischen Standards" in keiner Weise genügt und er mahnt an, dieses Buch müsse die Forschung genau unter die Lupe nehmen.
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