Werner Köhler

Drei Tage im Paradies

Roman
Cover: Drei Tage im Paradies
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2011
ISBN 9783462043013
Gebunden, 224 Seiten, 17,95 EUR

Klappentext

Santiago de Chile. Ein Gewitter entlädt sich über der Millionenstadt. Trinidad Faber, Fotograf, hockt auf der Kante seines Hotelbetts, einen Brief von dem Mann in Händen, den er seit 40 Jahren für tot hält. Einen Brief seines Vaters, der ihn wiedersehen will. Verwirrt und zutiefst verunsichert flieht Faber vor den aufbrechenden Erinnerungen in den Süden des Landes. Patagonien mit seinen weiten Steppen, der Magellanstraße und dem einzigartigen Torres del Paine Nationalpark. In der Landschaft spiegelt sich sein bisheriges Leben ebenso wie in den wenigen Menschen, denen er dort begegnet. Er weiß, dass er eine Entscheidung treffen muss. Endlich bereit sich seiner Vergangenheit zu stellen, reist Faber nach Griechenland und begibt sich auf die Suche nach dem Vater. Was er dort findet, ist die lange verdrängte Geschichte seiner Kindheit. Aber hat er damit auch die Wahrheit gefunden?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2011

Vielleicht hätte Werner Köhler lieber einen Reiseroman schreiben sollen. Rezensent Oliver Jungen jedenfalls fühlt sich beim Lesen des Buches immer dann am wohlsten, wenn Köhler sein ambitioniertes, wenngleich augenzwinkerndes, auf Jungen in jedem Fall reichlich konstruiert wirkendes Homo-Faber-Remake links liegen lässt und sich erzählerisch durch die Weltgeschichte treiben lässt. Der bunte Realismus und der erzählerische Mut des Autors in diesen Momenten, findet Jungen, schlägt die ironisierte Geschichte um die lückenhafte Identität des Helden mit Namen Faber (!) um Längen und macht Lust aufs Reisen.
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