Werner Bätzing

Die Alpen

Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.
Cover: Die Alpen
C. H. Beck Verlag, München 2003
ISBN 9783406501852
Gebunden, 448 Seiten, 34,90 EUR

Klappentext

Zweite, aktualisierte und völlig neu konzipierte Fassung. Mit 85 Abbildungen und 34 Karten. Der Lawinenwinter 1999 und verheerende Hochwasser und Stürme brachten die Alpen europaweit auf die Titelseiten der Zeitungen und ins Zentrum der abendlichen Fernseh- und Rundfunknachrichten. Die besondere Aufmerksamkeit für diese Ereignisse gründet jedoch nicht allein im Ausmaß dieser Katastrophen, sondern zeigt den besonderen Stellenwert, den diese Region in Europa besitzt. Werner Bätzing schildert, wie die Alpen als Lebens- und Wirtschaftsraum und als Kulturlandschaft entstanden sind, wie diese im 19. und 20. Jahrhundert durch Tourismus, Industrie, Städtewachstum, Verkehr und den Zusammenbruch der Berglandwirtschaft vollständig verändert wurde (und wird), und er stellt die aktuelle Situation und die heutigen Probleme der Alpen im Überblick dar.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.08.2003

Wer "solide Arbeit" zu schätzen weiß, dem kann Ulrich Baron die Ergebnisse von Werner Bätzings 25-jähriger Alpenerforschung "guten Gewissens" empfehlen. "Komplex und anschaulich" sei die Chronik von Aufstieg und Zusammenbruch der alpinen Agrargesellschaft, die nachfolgende Bilanz des alpenländischen Strukturwandels zeichne sich durch "reiches statistisches Material" aus. Und auch das abschließende, zukunftsweisende Konzept zur nachhaltigen Nutzung der Alpen erscheint dem Rezensenten schlüssig. Die EU müsse bald anerkennen, dass die Alpen eine zusammenhängende Kulturlandschaft sind. Sogar die traditionell eigensinnige Schweiz, meint Baron, wird nach der Lektüre von Bätzings Buch einsehen, dass eine länderübergreifende Zusammenarbeit bitter nötig ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.07.2003

"Die Alpen" gibt es natürlich nicht, stellt Christian Schütze gleich zu Beginn seiner Besprechung klar, was seine Begeisterung für diese "wahrhaft umfassende, eindrucksvolle" Monografie über die Alpen in keiner Weise schmälert. Im Gegenteil. Der Kulturgeograf Werner Bätzing, der, wie Schütze erwähnt, die Alpenregionen der Länge und der Breite nach durchwandert und erforscht hat, unterteilt die Alpen in "Gebiete menschlicher Hochaktivität", d.h. die Einzugsbereiche der Metropolen München, Wien, Ljubljana, Mailand, Zürich und Nizza, und in die "Zonen wilder Natur". Entsprechend differenziert behandelt er Probleme und Entwicklungsmöglichkeiten. So lobt Rezensent Schütze schließlich neben der überwältigenden Fülle des Materials aus Geschichte, Gegenwart und möglicher Zukunft noch den schönen Druck dieser vollständig überarbeiteten Neuausgabe sowie die hervorragenden Fotos und Grafiken.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2003

Von der Schönheit der Alpen braucht man wohl niemanden zu überzeugen, auch das sie etwas Besonderes sind, wird kaum jemand bestreiten. Werner Bätzing stellt sie nun in der neu konzipierten Zweitfassung seines Buches als ein Phänomen dar, "dessen Gesamtgestalt", wie der Rezensent mit dem Kürzel "bhi." es umschreibt, "erst im Verschwinden in den Blick zu kommen" scheine. "bhi." findet das Buch "faszinierend geschrieben" und lobt sowohl Informationswert als auch Facettenreichtum. Der Autor mache deutlich, dass die Schönheit der Alpen das Ergebnis von jahrtausendelanger menschlicher Arbeit sei und räume mit Vorurteilen und einfachen Rezepten zum Schutz der bedrohten Region auf. Denn für Bätzing ist das eigentlich gefährdete und zu schützende Gut "menschlicher Einfallsreichtum, Initiative, örtlich gebundenes Wissen und koordinierte Sorgfalt", erklärt der Rezensent.
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